Ausstellung und Lesung im Café LIVRES

Der 29.06.16 war zugleich Finissage der Ausstellung meiner Arbeit „Mai 2016 (hexenträume)“ und Lesung aus dem Roman DER ENGELSEHER, aus dem das Bild entstanden ist – im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich habe das Buchobjekt aus einem alten Exemplar dieses Romans angefertigt! So las ich an diesem Abend natürlich auch die zentrale Passage, die mich bei der Arbeit an „Mai 2016“ begleitet hat.

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Ich wurde sehr nett empfangen und durfte stilecht vor der tollen „Bücherkisten-Wand“ lesen – und auch mein Bild hat sich an seinem Platz dort sehr schön ausgenommen!

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AUFgelesen – Vernissage in Essen

Nach der schönen Eröffnung in Bottrop am Donnerstag den 2. ging es am Freitagabend, den 3., gleich in Essen weiter – in der Galerie AUF eröffnete Ute Schätzmüllers und meine gemeinsame Ausstellung AUFgelesen.

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Diesen Titel hatte Ute gefunden, und wir fanden ihn so passend, daß wir auch gar nicht mehr lange anderweitig überlegten – AUFgelesen spielt natürlich auf die Beziehung zu Geschichten, zu Literatur an, ob geschrieben, gezeichnet oder erzählt, die Utes und meine Bilder teilen. Dies ist sicherlich auch einer der Gründe, warum unsere Arbeiten trotz unserer doch sehr verschiedenen Techniken so gut zusammen passen🙂

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Zur Eröffnung gab es einleitende Worte von Galerist Uje Fenger und eine kleine Lesung von mir aus NIRGENDLAND. Die Ausstellung ist noch bis zum 21.06.16 zu sehen – wir freuen uns über viele Besucher!

LAURA FLÖTER – Eröffnung im jungen museum in Bottrop

Am 2. Juni um 18 Uhr hat meine Ausstellung LAURA FLÖTER in Bottrop eröffnet. Die Räumlichkeiten sind schon etwas Besonderes, so mitten im Kulturhof von Bottrop!

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Auch von innen macht die Ausstellung einen tollen Eindruck – die Auslage durfte ich mit allem bestücken, was ich so habe…

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„Künstlerisch“ begrüßt wird man gleich von meinen Plastiken „Was aus den toten Träumen wird“ und „Wo die bösen Träume wachsen“:

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Im Folgeraum dann eine ziemlich ungewöhnliche Händung meiner Bilder – ich wäre selbst nie darauf gekommen, aber es ist definitiv einmal etwas ganz Anderes! Hier meine Arbeiten „Schattenopfer“, „Der Schlüsselmeister“ und „Gläserner Garten“. Besonders gut gefällt mir „Treibgut“, das liegend präsentiert wird:

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Im Haupt-Raum gab es also viel zu schauen!

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Und zu fragen!

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Einige Arbeiten haben sich ein wenig „versteckt“ – in einem kleinen, eigenen Raum wie diesem – fast ein Separée – hat man Gelegenheit, ein Bild ganz aus der Nähe zu erfahren und sich intensiv darauf einzulassen. Hier meine Malerei „Das Rote Schloß“….

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…und sogar von außen sieht es spannend aus!

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Insgesamt eine sehr gelungene Zusammenstellung, wie ich finde – das junge museum überzeugt mich immer wieder durch die ungewöhnlichen Lösungen, die für das Zusammenspiel von Räumlichkeit und künstlerischer Arbeit gefunden werden. Ich bedanke mich jedenfalls sehr beim gesamten Team für das individuelle Konzept und wünsche mir bis zum 30.6.2016 viele interessierte Besucher! Zur Finissage lädt das junge museum zum MEET THE ARTIST – bei dieser Gelegenheit werde ich aus meinem Roman Nirgendland lesen, mit dem viele der gezeigten Arbeiten in Zusammenhang stehen.

Gastkünstlerin im Atelier Ute Schätzmüller – die Kunst-Spur 2014

Am vergangenen Wochenende war ich als Gastkünstlerin bei Ute Schätzmüller ins Offene Atelier eingeladen. Zwei Nachmittage vergingen mit vielen interessierten Besuchern und schönen Gesprächen wirklich wie im Flug! Hier einige Eindrücke:

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Blick durch die offene Ateliertür – mitten hinein in’s kreative Vorbereitungs-Chaos =)

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Bis alles seinen Platz gefunden hat, vergeht schon ein wenig Zeit…

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Aber gut‘ Ding will nun einmal Weile haben😉

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Dafür gab es dann aber sogar auch noch flurauf….

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und flurab etwas zu Schauen!

Ein rundum gelungenes Atelier-Wochenende – sowas müsste man eigentlich viel öfter machen!

Beitrag im Tagungsband „Übergänge und Entgrenzungen in der Fantastik“

Im September 2012 habe ich an der 3. Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung an der Universität Zürich teilgenommen. Mittlerweile ist der Tagungsband erschienen, unter dem gleichnamigen Titel „Übergänge und Entgrenzungen in der Fantastik“ – ein schöner Beitrag zur Fantastikforschung quer durch alle Medien, herausgegeben u.a. von Prof. Ingrid Tomkowiak im Lit Verlag.

Mein Beitrag findet sich dort auf Seite 157–170 unter dem Titel „Kuss, Erwachen, Chrysalis: Grenzen und Grenzüberschreitungen als Inszenierung des Phantastischen im Pen-and-Paper-Rollenspiel The World of Darkness.“ Der Abstrakt lautet:

„Grenzen und Grenzüberschreitungen sind ein Kernthema der Phantastischen Literatur. Beim Medium phantastisches Rollenspiel verhält es sich ganz ähnlich. Im phantastischen Rollenspiel-System The World of Darkness ermöglicht erst die Doppelung einer banalen Alltagswelt und einer verborgen existierenden magischen Welt die phantastische Begegnung: Die Konfrontation mit dem Übernatürlichen stellt das Präludium der eigentlichen Spielhandlung dar und thematisiert die Verwandlung des Spielercharakters vom gewöhnlichen Menschen in ein phantastisches Wesen, einen Magier, eine Fee oder einen Werwolf – das Erwachen eines magischen Erbes, von welchem der Träger bis zu seinem ‚Ausbruch‘ zumeist überhaupt nichts ahnte. Auch wenn er vielleicht schon immer ‚irgendwie anders‘ war als andere…

Diese Begegnung mit dem Phantastischen in ihm selbst stellt eine Erschütterung all dessen dar, was dem Betroffenen bis dahin bekannt und vertraut war – bis hinein ins eigene Ich. Sie hinterlässt daher oft tiefe Spuren und verursacht bisweilen großes Leid, von dem mancher sich nie mehr völlig erholt. Dieses Trauma der Verwandlung und seine Verarbeitung bleibt dann vielleicht ein dauerhaftes Motiv in der Erzählung. In jedem Fall eröffnet es aber den Spiel- und Handlungsraum. Auch nach dieser ersten großen Erschütterung bleiben die Grenzen zwischen der banalen und der phantastischen Welt dessen Leitmotiv – die Gratwanderung des Charakters zwischen menschlicher und übernatürlicher Gesellschaft.

Wer sich also für die Beziehung von Alltäglichem und Phantastischem in der World of Darkness interessiert, kann vielleicht etwas mit diesem Beitrag anfangen :) 

 

THE HOUR OF THE RANT – Artikel bei Teilzeithelden.de!

Im Mai habe ich zum ersten Mal den Workshop THE HOUR OF THE RANT auf einer Con angeboten – nämlich auf der RPC in Köln.
Dirk Walbrühl von Teilzeithelden.de hat sowohl meinem Workshop als auch dem Thema an sich – sich ausschimpfen auf publikumswirksame Weise – mit einem tollen Artikel Aufmerksamkeit geschenkt! Danke schön! Der Artikel ist auf Teilzeithelden.de zu lesen.

Am kommenden Samstag biete ich den Workshop  zum zweiten Mal an – weil ich überwiegend positive Rückmeldungen von (noch) „nur“-Zuschauern erhalten habe, die sich gut unterhalten fühlten. Aber vor allem, weil ich an den RANT „glaube“! Deshalb heißt es anlässlich des 25. Geburtstags der FeenCon auch in diesem Jahr wieder:

„Im NORDIC LARP schon lange Kult – jetzt endlich auch in Deutschland! „The Hour of the Rant“ ist ein Mitmach-Workshop, eine Mischung aus Poetry Slam und Publikumsbeschimpfung, bei der man endlich einmal darf, was am Spieltisch undenkbar ist (jedenfalls, wenn der Hausfrieden gewahrt werden soll), nämlich „ranten“: Loswerden, was Euch beim Spielen schon immer so richtig genervt hat, ohne, dass Euch jemand unterbrechen darf – dramatische Attitüden von Quoten-Elfen, zwanghaftes Punkteoptimieren, uninspirierte Spielleiter … Themen gibt es wohl genug. Das Konzept ist hier und heute also: Einfach mal GEPFLEGT AUSRASTEN – aber: ist das Programm Stil! Es darf alles sein – politisch unkorrekt, unfair und polemisch, aber es kommt auch auf die rhetorische Finesse an. Deshalb meldet Euch rechtzeitig an und bereitet Euren RANT gut vor. Nehmt Euch Karteikärtchen mit auf die Bühne, und dann heizt das Publikum auf, bringt sie zum Lachen, beeindruckt mit Eurer schieren Wortgewalt! BIS(S) EINER WEINT!!!“

Ich freue mich auf einen schöne Stunde „gepflegter Konversation“🙂 Das Programm ist anlässlich des „Jubelläums“ in diesem Jahr besonders reichhaltig – und einen ausführlichen Blick wert!

Abschlusspräsentation der Seminararbeiten aus „ästhetische Gestaltung“

Am letzten Donnerstag präsentierten die Studierenden des Seminars „ästhetische Gestaltung in Theorie und Praxis“ ihre Abschlussarbeiten im LAKUM, dem Katholischen Hochschulzentrum der Hochschule Niederrhein am Campus Mönchengladbach. Ab 10:30 bauten wir gemeinsam auf – was bei einigen Arbeiten wirklich gar nicht so einfach war, obwohl wir uns schon in der Woche vorher Konzepte zur Präsentation überlegt hatten. Schließlich starteten wir mit kleiner zeitlicher Verzögerung – auf jeder Etage waren Arbeiten ausgestellt. DSCF2799 Kopie Wir bewegen uns also langsam vom Keller in den ersten Stock, und jede/r erläuterte an ihrem bzw. seinem ästhetischen Projekt die gestalterische Zielsetzung, den Arbeitsverlauf und die Materialauswahl. Die Ergebnisse können sich wirklich mehr als sehen lassen! Bild

Im Keller: eine Arbeit zum Video-Mapping. Die Arbeiten sind sehr vielfältig – quasi jedes Medium ist vertreten! Bild….kommt bei offener Kellertür sogar fast noch besser – in den Raum hineinprojiziert! BildIm Kellerkabuff: Eine Arbeit frei nach Caspar David Friedrich – Spraytechnik mit Schablonen! BildEine 3D-Collage aus persönlichen Gegenständen… Bildein Puppenkopf im Ballon – garniert mit Seifenblasen! Eigentlich ist dies fast eine ‚raumzeitliche Installation‘ – denn sobald der Ballon erschlafft, soll seine Haut von dem Stroh durchstoßen werden, das mit darin eingeschlossen ist! BildDie „Perle“ – von außen perlmuttgolden glänzend, glatt und schön – im Innern ein klebriges Gespinst aus Staubflocken und Flusen! BildEine großformatige Stoff-Collage in Anlehnung an die Ästhetik des Barock! BildEine Installation aus Playmobil und Draht – die Darstellung einer ‚Chaos-Dimension!

DSCF2753 KopieEine herrlich absurde Erzählung erläutert uns die Hintergründe des dramatischen Geschehens, von dem wir hier Zeuge werden!Bild„Johanna Magdalena und Gustav“ – eine morbide Technik-Mensch-Chimäre, die sich mit der zunehmenden Verschmelzung von Mensch und Virtualität auseinandersetzt. BildDer ‚Verursacher‘ dieser faszinierenden ‚Kreatur‘ erläutert den Entstehensprozess und die verwendeten Materialien…. BildDie White Box – eine Klangraum-Installation aus ‚Geräusche-Abfall‘ und soziologischen Texten zum Thema Identität! BildDer Betrachter taucht von unten in die Box ‚hinauf‘ – und sieht sich aus unangenehmer Nähe mit dem Gesicht der Anonymität höchstselbst konfrontiert🙂 BildDas „Pony“ – diese Arbeit zum Thema „Kitsch“ bearbeitet die klischeehaften Kleinmädchenträume in Rosarot, Gold und Glitzer! DSCF2855 KopieIm ersten Stock wartete dann sogar eine „Kino-Vorstellung“ auf uns – der Kurzfilm ALICE IN NOWHERE, den zwei Studentinnen gedreht haben, inklusive selbst geschriebener Vertonung! Toller Bonus: Sie haben den Film bei YouTube eingestellt! DSCF2874 KopieDas „Kino“ war aufwändig mit den Film-Requisiten hergerichtet. DSCF2891 KopieDer „März-Hase“, wie man ihn wohl selten gesehen hat… BildDiese extrem aufwändige Arbeit stieß auf großen Beifall – und warf jede Menge Fragen auf!

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Noch einmal das Thema der Stoff-Collage – diesmal mit Spinnennetz! Und zu guter Letzt noch das „Barbie-Massaker“ – eine Arbeit zum Thema Schönheits-Wahnsinn! IMG_3878 KopieVerstümmelte, gepeinigte Barbies – schöne Frauen?! IMG_3880 Kopie

Schön-sein-wollen als (Selbst)Verstümmelung….

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Die einzelnen Figuren erinnern zum Teil schon fast an anatomische Experimente im Sinne surrealistischer Wahrnehmung. Und nun ist das Seminar auch schon wieder vorbei – schade, trotz der großartigen Ergebnisse! Mit so kreativen und engagierten Leuten ist die Arbeit ja mehr Vergnügen😉 Danke Euch für die spannende Zeit und alles Gute! Glücklicherweise sieht man sich ja meistens zweimal im Leben😉 Und bis dahin – nicht vergessen:

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Wenn man sich hin und wieder daran erinnert, macht das vieles einfacher😉