Lesung aus NIRGENDLAND an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Am kommenden Sonntag, 25.05.14, bin ich mit meinem Roman NIRGENDLAND zum „Literarischen Frühstück“ an der JLU-Gießen eingeladen. Der Rahmen ist das literaturwissenschaftliche Seminar „Phantastische Welten – Raum- und Zeitkonzepte der neueren Phantastik“, in dem auch mein Roman einen Auftritt als Textgrundlage hat! Auftakt der Veranstaltung soll die Begegnung mit zwei Autorinnen der gelesenen Texte sein, von denen ich – neben Diana Menschig – eine sein werde. Ich freue mich sehr über das Interesse und bin gespannt darauf, mich mit ‚angehenden Phantastik-Profis‘ auszutauschen! Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und ist natürlich auch für externe Besucher geöffnet.

Für ganz Interessierte hier die Seminarbeschreibung, heruntergeladen aus dem Online-Vorlesungsverzeichnis der JLU:

„Phantastik und Fantasy sind wichtige Segmente des Sozialsystems Literatur, wie die nun schon seit einigen Jahren anhaltende Popularität einzelner Werle wie „Harry Potter“ oder „Twilight“, aber auch eine schier unüberschaubare Masse an Buchneuerscheinungen zu ähnlichen Themenkreisen zeigen. Dabei lassen sich viele interessante Beobachtungen zu Raum- und Zeitkonzepten in diesen Werken, deren Storyworlds von der Wirklichkeit abweichen, anstellen. Ziel des Seminars ist es, den Trend des „Phantastischen“ in seiner historischen und generischen Entwicklung im Laufe des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart des beginnenden 21. Jahrhunderts anhand der darin ausdifferenzierten Zeit- und Raumkonzepte aufzuarbeiten.

Von Zeitreisen und Zeitschleifen bis Zukunftsvisionen und Unsterblichkeitsphantasien lässt sich die Bedeutung von ungewöhnlichen Zeitvorstellungen in Werken der neueren Phantastik beobachten. Dasselbe gilt für Raumkonzepte, die vom nach Tolkien‘schem Vorbild gestalteten Reisethema – inkl. einer eigens für den Roman gezeichneten fiktionalen Karte – bis hin zur Fokussierung auf einzelne Raumaspekte wie Wüste, Schloss, Ruine, Höhle etc. reichen. Raum ist aber nicht nur als haptisch und begehbar zu definieren, sondern wird in der neueren Phantastik auch durch die prominente Nutzung der abstrakter zu fassenden Raumkonzeption z.B. durch Metalepsen, d.h. logikwidrige Durchbrechungen unterschiedlicher Erzählebenen, regelmäßig erweitert. Die Möglichkeiten phantastischer Räume und phantastischer Zeitgefüge sollen in diesem Seminar nicht zuletzt mit Hilfe Bachtins Konzept der „Raumzeit“ ausgelotet werden.“

Ein Karneval für Gespenster

Eine meiner neusten Arbeiten!

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Diese Arbeit ist wieder ziemlich klein, etwa 60 x 80 cm – aber dafür ist jede Menge darauf, und ich habe wirklich LANGE daran gearbeitet. Die aktuelle Geheimzutat, die auf diesem Bild zur Anwendung gekommen ist, nämlich: jede Menge Tinnef!

Inhaltlich steht das Bild lose im Zusammehang mit einer Szene aus NIRGENDLAND, nämlich, als Lil-Laé nach Gîldharath kommt, um dort das Jahresende hinter den sicheren Stadtmauern zu verbringen. Denn jeder weiß, dass diese sieben sternenlosen Nächte der Äußeren Finsternis gehören. Und mit ihr den Orakeln und Sterndeutern, den Handlesern, Hellsehern und all den großen und kleinen Schrecken, die sonst übers Jahr in den Schatten laueren, die die Menschen werfen. Dies waren Freie Nächte; in Freien Nächten ist alles möglich, und alles steht auf dem Spiel.

Und darum heißt die Arbeit auch (zumindest im Untertitel): Ein Karneval für Gespenster!

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Detail 1: Draht und rote Spitze.

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Detail 2: Häschen.

Das nächste Bild liegt schon grundiert im Atelier. Und natürlich wird es wieder eine spezielle Geheimzutat geben! Ich hoffe, dass alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle….

RPC 2014: NIRGENDLAND, DER ENGELSEHER und THE HOUR OF THE RANT

Es ist (fast) wieder soweit – die RPC 2014 öffnet am 10.05.14 ihre Türen in die kreative, phantastische und wundervoll-verrückte Welt des Rollenspiels. Ob digital, ob analog: Für jeden echten Spieler findet sich hier etwas!

Das Programm ist wie jedes Jahr reichhaltig und vielfältig – hier kann es komplett eingesehen und auch heruntergeladen werden.

Ich freue mich, auch dieses Jahr wieder mit zwei Programmpunkten vertreten zu sein, und zwar am Samstag um 13 und um 17 Uhr, jeweils im Lesecafé:

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Natürlich ist das eine wieder eine Lesung – bzw. eigentlich ZWEI Lesungen. Wie immer freue ich mich auf viele Zuhörer – und hinterher auf alle möglichen Fragen! Hier ein kleiner Einblick, was Euch in den jeweiligen Romanen erwartet:

 NIRGENDLAND

„Mhorín sagt: »Zieh eine Karte, Zauberer.« Ich kenne diese Karte. Ich weiß, wohin sie führt. Ich weiß, dass ich dort nichts verloren habe, und womöglich alles … Mhorín wirft den Kopf zurück, sie lacht, dann stößt sie mich über den Rand, und ich falle. Ich frage mich, ob es das wert sein wird, aber ich habe keine Wahl: Das Truglicht ist ansteckend. Ich will nicht, dass es meinen Sohn befällt.“

Nirgendland ist dystopische Fantasy: Nach dem Weltenbrand hoffen die Völker von Juras Lurth auf ein besseres Morgen. Doch der Dunkle Fremde hat ein schreckliches Erbe hinterlassen. Als der junge Jeónathar auszieht, seinen Namen zu suchen, erkennt er, dass er sich dem stellen muss. Denn er ist der Sohn des Zauberers, der dem Dunklen Fremden den Weg geebnet hat.

DER ENGELSEHER

„Der Engelseher“ spielt in Toch Eleth, einer dystopischen Stadt irgendwann in der Endzeit: Katastrophen haben weite Teile des Landes verheert; die menschliche Gesellschaft ist zur Farce verkommen; eine korrupte, totalitäre Kirche beherrscht die Massen durch den Terror der Inquisition. Das Augenmerk des Romans aber liegt auf der Geschichte des Protagonisten: Jeáshs hat versucht, sich umzubringen, und seitdem befindet er sich in einer psychiatrische Anstalt – denn angeblich kann er ‚Engel sehen‘. Als Malach, der eigentlich sein Schutzengel sein sollte, sich plötzlich gegen Jeásh wendet, muss der schwarze Engel Ezariel, welcher eigentlich Luzifer die Treue geschworen hatte, tun, wozu er nicht geschaffen ist: einen Sterblichen beschützen. Jeásh und Ezariel sind plötzlich aufeinander angewiesen – und die Reise, auf die sie sich begeben müssen, verändert alles und für immer.

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DAS wird ein Experiment – ich bin sehr gespannt, ob das funktioniert! Wenn Ihr Lust habt, mal so richtig etwas loszuwerden, dann meldet Euch an und legt los!

THE HOUR OF THE RANT

„Im NORDIC LARP schon lange Kult – jetzt endlich auch in Deutschland! „The Hour of the Rant“ ist ein Mitmach-Workshop, eine Mischung aus Poetry Slam und Publikumsbeschimpfung, bei der man endlich einmal darf, was am Spieltisch undenkbar ist (jedenfalls, wenn der Hausfrieden gewahrt werden soll), nämlich „ranten“: Loswerden, was Euch beim Spielen schon immer so richtig genervt hat, ohne, dass Euch jemand unterbrechen darf – dramatische Attitüden von Quoten-Elfen, zwanghaftes Punkteoptimieren, uninspirierte Spielleiter … Themen gibt es wohl genug. Das Konzept ist hier und heute also: Einfach mal GEPFLEGT AUSRASTEN – aber mit Stil! Es darf alles sein – politisch unkorrekt, unfair und polemisch, aber es kommt auch auf die rhetorische Finesse an. Deshalb meldet Euch rechtzeitig an und bereitet Euren RANT gut vor. Nehmt Euch Karteikärtchen mit auf die Bühne, und dann heizt das Publikum auf, bringt sie zum Lachen, beeindruckt mit Eurer schieren Wortgewalt! BIS(S) EINER WEINT!!!“

Wer sich vorab einen Eindruck verschaffen möchte – unter http://vimeo.com/23919990 lässt sich die HOUR OF THE RANT von KNUTEPUNKT 2011 verfolgen, dem jährlichen NORDIC LARP-Kongress. Im Übrigen auch mit Karsten Dombrowski, der u.a. den jährlichen MITTELPUNKT-Band im Verlag Zauberfeder herausgibt, ab Minute 14! Besonders lebhaft geht’s ab Minute 24 zu – so etwas würde ich mir am 10.05. wünschen!