www.laurafloeter.de – es wird!

Bisher hatte sich die Einrichtung meiner HP ja leider immer wieder verzögert – aus diversen Gründen (z.B. Examen; Umzug meines eigentlichen Web-Beauftragten nach China für die nächsten 2-3 Jahre…).

Die gute Nachricht ist: Ich habe jemanden gefunden, dem ich das Projekt auf’s Auge drücken konnte (Gegenleistung in Form von Abendessen…und das, wo ich überhaupt nicht kochen kann *g* selber schuld!). Die Testversion ist schon online – http://www.laurafloeter.de.

Hier ein Screenshot:

Sieht super aus, oder? Ich hoffe, daß wir den Rest auch bald hochladen können….

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Exposé für meine Dissertation: fertig!

Eben ist es fertig geworden: Das Exposé für meine Dissertation. Um Ihnen einen Eindruck davon zu geben, womit ich die nächsten drei (?) Jahre meines Lebens beschäftigt sein werde (irgendwo in den oberen Etagen des Elfenbeinturms…)….ich werde mich mit Rollenspiel als ästhetischem Prozess beschäftigen. Der Avatar und die Theorie und Didaktik der Phantastischen Literatur werden meine Hauptinstrumente bei der Arbeit sein. Mal gucken, wie das alles funktioniert ^^

Dem folgt natürlich jetzt noch eine ausführliche Darlegung meiner Vorgehensweise, die hier aber völlig fehl am Platze wäre. Viel wichtiger ist, was die Fertigstellung des Exposés für mich bedeutet: Ich habe jetzt wieder Zeit zum Schreiben!!! Das Expo geht zwar jetzt erstmal an den Prof; dann muß er es sich aber in Ruhe angucken (was heißt, mindestens 2 Wochen lang *g*), dann höre ich wieder von ihm, komme in seine Sprechstunde, spreche mit ihm darüber, schreibe teile um, streiche, erweitere, etc.pp., und wenn er dann grünes Licht gibt, geht es mit dem Bewerbungsstreß los – nämlich um ein Stipendium. Das wird sicherlich ein ganz großer Spaß…aber darüber rege ich mich auf, wenn es soweit ist. Jetzt heißt es erstmal: NIRGENDLAND, ich komme!

 

"Gestalt & Gestaltung" bei der AVM

Vorhin habe ich die glückliche Nachricht erhalten: Mein Skript „Gestalt & Gestaltung“, in dem ich eine ehemalige Seminararbeit und meine überarbeitete Zwischenprüfung zusammengefaßt habe, wird bei der AVM veröffentlicht!

Den Umschlagentwurf durfte ich schon sehen – sieht toll aus, ich freue mich sehr!

In „Gestalt & Gestaltung“ geht es um die Prägung der erzählten Wirklichkeit durch ästhetische Techniken bei Gottfried Kellers ‚Spiegel, das Kätzchen‘ und C.F. Meyers ‚Die Versuchung des Pescara‘. Bei Keller sind es die Strategien des Komischen, bei Meyer die Technik der ambivalenten Figurenzeichnung; die Texte werden zusammen abgedruckt, weil sie inhaltlich eben gut zueinander passen. Wer Genaueres wissen will, hier der Link:

http://www.avm-verlag.de/


"In meinem Himmel" – Poesie des Ensetzlichen

Eigentlich finde ich Kino-Rezensionen immer nur bedingt hilfreich; schließlich sieht jeder das, was er sieht. AVATAR bekam in der Sonntagsausgabe der ZEIT nur eine mittelprächtige Kritik – und im Kino stellte sich dann heraus, daß dem Rezensenten offenbar die Aktualität des Themas ‚Avatar‘  und ‚Virtualität‘ entgangen war (vielleicht, weil es irrtümlich oft noch zu sehr nur als Thema der Jugendkultur verstanden wird).

An dieser Stelle geht es aber nicht um diese Regenbogenblüte phantastischen Ideenreichtums, sondern um einen ganz leisen Film – in meinem Stammkino läuft er  bloß an wenigen Tagen der Woche und in der Mittagszeit; deshalb bin ich gestern Abend mit meiner Freundin Nina extra in die Düsseldorfer City gegondelt. Und ich muß sagen: Es hat sich mehr als gelohnt. Von IN MEINEM HIMMEL kann ich jetzt schon sagen, daß er einer der Filme ist, die mich am meisten berührt haben. Diesen Status teilt er sich jetzt mit HINTER DEM HORIZONT, der ihm ganz ähnlich, aber auch wieder grundverschieden ist. Zwar geht es in beiden Filmen um das Leben und das Sterben, aber in HINTER DEM HORIZONT geht es um Freitod; nicht so bei IN MEINEM HIMMEL.

„Mein Name ist Salmon – also Lachs, wie der Fisch! Vorname: Susie. Ich war 14 Jahre alt, als ich ermordet wurde.“

In IN MEINEM HIMMEL inszenieren die Macher (u.a. Peter Jackson und Steven Spielberg: Die Handschrift erkennt man in den Bildern auch gleich) die Geschichte eines entsetzlichen Verbrechens in poetischen wie schrecklichen Bildern. Susie Salmon wird von einem Mann aus ihrer nächsten Nachbarschaft umgebracht – in einem Gelaß, das der ehemalige Schreiner extra zu diesem Zweck unter einem Maisacker angelegt hat; aber Susie stirbt nicht – zumindest nicht ganz: Sie verbleibt in der Zwischenwelt, dem Blauen Horizont, einer Sphäre irgendwo zwischen der Welt der Lebenden und dem Himmel: In ihrem Himmel. Ihr Dasein halb-und-halb führt zu einer beständigen Überlappung der beiden Realitätsbereiche, bildlich brillant umgesetzt, so daß Susie die Ereignisse, die ihr Tod auslöst, beobachten kann: Und es Leute gibt, die bemerken, daß sie nicht ganz fort ist.

Die Liebe ihres Vaters, der sich mit dem Tod seiner Tochter nicht abfinden will (erwähnenswert, daß in diesem Film nicht die Mutter diesen Part übernimmt), ist es, die sie an diesem Ort festhält – und ihre Weigerung, das Ende ihres sterblichen Daseins anzunehmen. So kommt es immer wieder zu flüchtigen, halb wie geträumten Begegnungen der Toten und ihrer lebendigen Hinterbliebenen, die sie wahrnemen können (und wollen).

Die eigentlich enge Verbindung der beiden Reiche entsteht durch die Umformulierung von Details aus dem Leben Susies und ihres Vaters in phantastische Bildwelten: So wandert Susie am Strand eines Ozeans, in dessen Brandung titanische Flaschenschiffe rollen; das Bauen von Flaschenschiffen war ein Hobby, das sie mit ihrem Vater geteilt hat – eine ganz persönliche Version der Zwischenwelt, an deren Erscheinungsbild alle beteiligt sind, die das Verbrechen betrifft – sogar der Mörder selbst.

Eine Zusammenfassung der gesamten Handlung will ich hier nicht geben. Nur so viel sei verraten: Trotz des unendlich traurigen Thema finden sich fröhliche, sogar komische Zwischentöne, und dem Zuschauer bleibt zumindest der Trost, daß der Mörder seine verdiente Strafe erhält – ironischerweise quasi durch seine eigene Hand. Auch für Susies Familie geht es schließlich irgendwie doch weiter – und so auch für sie selbst, und das alles, ohne den Film völlig zu überzuckern. Fazit: Absolutes Must-See!

„Mein Name ist Salmon – also Lachs, wie der Fisch! Vorname: Susie. Ich war 14 Jahre alt, als ich ermordet wurde. Ich war eine Zeitlang hier, und nun bin ich wieder fort. Ich wünsche euch allen ein langes und glückliches Leben.“

Wirklich: poetisch und schrecklich.

 

Ars Litterae – und was es sonst noch Neues gibt

Uaaah – hier hat sich ja jede Menge Staub angesammelt! Mit diesem neuen Eintrag (endlich mal wieder….) will ich – versprochen – den Staubflusen den Krieg erklären, die die Herrschaft über meinen Blog an sich gerissen haben (naja, ehrlich gesagt, ich hab sie ihnen ja auch kampflos überlassen….. -.-). Damit sei also jetzt Schluß! Ein Grund war, das muß ich zu meiner Entschuldigung doch vorbringen, daß die letzten Wochen dermaßen stressig waren, daß ich meinen Kopf quasi erst heute Morgen wiedergefunden habe. So sah es also in der letzten Zeit bei mir aus: Studium fertig, und jetzt muß ich jede Menge Dinge planen und an’s Laufen kriegen.

Ich bin z.b. grade dabei, mir eine Galerie zu suchen, die meine Arbeiten vertreten möchte. Das heißt also: Stundenlang im Internet recherchieren, E-mails schreiben, nicht beantworteten E-mails hinterhertelefonieren (das ist ein GANZ großer Spaß….), Arbeitsproben zusammenstellen und verschicken UND über alles zugleich den Überblick behalten. Keine ganz entspannte Sache, zugegebenermaßen. Aber ich bemühe mich, und erste Erfolge zeichnen sich ab: So möchte z.B. der Inhaber der Galerie Eleven Fifty Seven in Düsseldorf gern bei mir zu Hause vorbeischauen, wo sich auch mein Wohna(r)telier befindet, und sich meine Arbeiten in natura anschauen – die Arbeitsproben haben ihm jedenfalls gefallen. Ich hoffe, er kommt auch wirklich! Für alle, die Interesse haben, schaut einfach mal bei ihm vorbei, er hat ein ziemlich buntes Progrramm:

http://www.galerie-1157.de.

Auf verschiedene andere Rückmeldungen warte ich noch – bzw. treibe sie ein….

Eine besonders erfreuliche Möglichkeit hat sich am Wochenende aufgetan Alisha Bionda, allen mehr oder weniger in die Kreise des Phantastischen Eingeweihten bekannt, hat mir angeboten, zu ihrer Ars Litterae-Reihe, die sie im Sieben Verlag herausgibt, einen Roman beizutragen – eine weitere tolle Chance für mich, als Newcomerin der jungen und dynamischen deutschen Phantastik mein Siegel aufzudrücken 😉 Zu verdanken habe ich diese Gelegenheit Uschi Zietsch vom Fabylon-Verlag, bei der ich mein NIRGENDLAND verwirklichen darf (und die mir gerade noch einmal 2 Monate Aufschub gewährt hat…allerdings nicht mein Verschulden, sondern einer Komplikation mit Studiums-Formalia): Sie arbeitet eng mit Alisha Bionda zusammen – und anscheinend hat sie bei ihr ein gutes Wort für mich eingelegt. Es hat jedenfalls gewirkt 😉 Danke schön dafür!

Zurück zu Ars Litterae: Das Projekt soll eine dark romance werden – d.h. die Geschichte spinnt sich um die Liebe zwischen einem übernatürlich-phantastischen Geschöpf und einem Menschen. Der Hintergrund soll düster-phantastisch sein – also genau meine Kragenweite 🙂 Es hat natürlich noch keine feste Gestalt angenommen. Allerdings spukt es bereits in meinem Kopf herum – was auch immer es ist: Es hat Schmetterlings-Flügel. Soviel ist schonmal klar. Bin gespannt, aus was für einer Puppe es schlüpft  ^^

Wer sich über Alisha Biondi, Ars Litterae und ihre sonstigen Projekte schlau machen möchte: Hier der Link –

http://www.alisha-bionda.net/serien-reihen.php?id=11

So weit, so gut. Es wird. Es ‚kribbelt‘ schon – ein gutes Zeichen 🙂

Last – but not least (oh nein, theoretisch ist dieser Posten auf meiner To Do-Liste der wichtigste) schraube ich gerade an dem Exposé für meine Dissertation, damit ich mich für ein Stipendium bewerben kann; ich möchte Rollenspiel schreiben – mein Ansatz wird sein, daß der Avatar, in dessen Hülle sich der Spieler ja in eine wie auch immer geartete ‚andere Welt‘ begibt, die ‚praktische Inszenierung‘ des phantastischen Konfliktes ist, und somit des definitorischen Charakteristikums der Phantastischen Literatur, des zwei-Welten-Konfliktes. Insofern macht der Spieler Erfahrungen mit der Alterität – dem Anderen; und dies wiederum stellt das ganze in den Kontext der ästhetischen Bildung: Alterität ist hier einer der Hauptaspekte.  Ja, ich weiß, sehr theoretischer Kram, und enorm komplex, deshalb höre ich hier auf 😉 Eins noch zum Abschluß: Da ich am 1. Juni nun aber erstmal NIRGENDLAND abgeben muß, überlagern die Dinge sich mal wieder, und komme ich nirgendwo so schnell voran, wie ich gern möchte, aber was will man machen…alles zugleich geht halt nicht, und wenn man alles will, muß man eben alles macen – auch wenn das heißt, stückeln, schieben, quetschen….

Und damit mache ich jetzt auch weiter. Grüße aus dem Elfenbeinturm!