Es ist Juni. Und NIRGENDLAND-Zeit: Die Handlung steht

Es ist Juni, und meine Examensarbeit ist fertig. Trotzdem: Es geht weiter mit dem nächsten Großprojekt – NIRGENDLAND. Bis Mitte Juni lief meine Deadline, dann mußte ein Handlungsgrundriß bei meiner Verlegerin auf dem Schreibtisch liegen. Und, tataaa: Er tut es. Vor 3 Tagen abgemailt.

NIRGENDLAND ist kein junges Projekt; mit Unterbrechungen arbeite ich bereits seit fast vier Jahren daran. Nachdem meine Verlegerin sich die Rohfassung angesehen hatte, liegt jetzt die Runderneuerung des Konzeptes vor, in das alle ihre Vorschläge – und meine weiteren Ideen, die sich noch ergeben haben – eingeflossen sind: Am meisten passiert nämlich an so einem Manuskript, wenn man nicht dran arbeitet. Die meisten Ideen kommen, wann und wo man sie nicht erwartet. Im Auto. Unter der Dusche. Beim Essen. Oder: Während man Klausur schreibt. Alles schon passiert. Und da ich stets mein kleines Notizbuch dabeihabe (es ist ein Narr drauf, das paßte einfach zu gut zu Lîskith, um es nicht zu kaufen) nebst Schreibuntensil, werden solche Querschläger augenblicklich festgehalten (sonst sind sie nämlich futsch, das geht ganz fix).

Bis Oktober, November soll das Manuskript fertig sein. Noch arbeite ich zwar an meinem nächsten Prüfungsthema (Kinderschreckfiguren, Schwarze Pädagogik), aber: Es nähert sich. Und deshalb heize ich den Gedankendestillierer schon mal langsam an: Gucke mir im Netz Bilder an, z.B. SILENT HILL ist da gegenwärtig meine Hauptaufenthaltsort – die surreale Bildgewalt dieses Spiels ist einfach erschreckend gut. Ein erster Funke ist schon übergesprungen 🙂 Noch zwei, drei weitere, dann kann’s losgehen….

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Neues aus dem Hamsterrad

Zurück von POGO und back to Schreibtisch: Man kann sagen, was man will, die POGO am Samstag war klein, aber fein. Eine Super-Location, nette Leute, gute Preise und ein ausgewähltes Angebot von Spielrunden und Kleinhändlern – genug Zeit also für ein kleines Palaver zwischendurch ^^

Auch wenn ich eher die Sonne genossen als in die Tasten gehauen habe: Für die Frau Philippi war’s ein voller Erfolg. Spieler belagerten ihren Tisch, sie ließ sich wirklich VIEL Zeit für die einzelnen Portraits (ca. 60 min.!) und den Spielern viel Möglichkeit, ihre Lieblinge ausführlich zu beschreiben. Das Schönste ist: Man kann daneben sitzen, Mellie beim Zeichenzaubern zugucken und sich mit den gerade portraitiert werdenden Spielern über ihre Alter Egos unterhalten! Es ist immer wieder toll und inspirierend, sich anzuhören, auf was für Ideen andere Leute kommen – so erzählte uns z.B. Constanze aus Wuppertal die anrührende Geschichte ihrer stummen Blutelfe und deren Gefährten, dem sie sein Herz zurückgegeben hat: Mit so viel Liebe zum Detail ausgestaltet, es ist so schade, dass das nirgendwo aufgeschrieben und festgehalten wird. Es bleibt nur, es möglichst vielen weiter zu erzählen, damit viele etwas davon haben 🙂 In manchen Fällen entgeht einem sonst wirklich was.

Achja, vom Hamsterrad wollte ich ja auch noch erzählen: Es läuft….mehr kann man dazu nicht sagen. Meine Examensarbeit liegt jetzt bei meinen Korrekturleserinnen, aber: nach der Arbeit ist vor der Arbeit. Deshalb klicke ich jetzt zurück zu meiner Klausurvorbereitung. Zumindest hab ich ein gutes Thema: Kinderschreckfiguren. Mal gucken, was dabei rumkommt – für Juras Lurth (die phantastische Welt, in der meine Geschichten spielen). Jede Kindheit, auch eine erfundene, braucht ihre eigenen Gespenster….