Ausstellung im Kulturcafé Lichtung – Vorbesprechung

Am Samstag war ich in Köln und habe mich mit den Betreibern vom Kulturcafé LICHTUNG zur Besprechung getroffen – welche Bilder in die Ausstellung sollen, wieviel Platz ist, wann Aufbau ist etc., und dabei kam heraus:

Ich habe eine riesige Wand für meine Arbeiten bekommen, insgesamt fast 2,50×10 m! Und das heißt – wahrscheinlich werde ich endlich ein paar von meinen „großen“ mal präsentieren können, da die Wände auch nicht empfindlich sind und auch „vernagelt“ werden dürfen. DAS find ich gut! U.u. hänge ich auch ein paar von meinen Papierplastiken und malerischen Graphiken, stelle eine von meinen Skulpturen auf, aber das hängt alles noch ein bißchen davon ab, wie das Inventar von DÄMMERWELTEN aussehen wird – Aufbau dafür ist am 10.4., und alles weitere findet sich. Wahrscheinlich packe ich einfach mein Auto für Köln mit Arbeiten voll, und dann sehen wir, was dabei herauskommt.

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt – und muss mir noch ein Motiv für meinen „Live Act“ überlegen…

Im Anschluss hörte ich mir noch den ersten Teil des Konzerts von BANTABA X an, das für den selben Tag geplant war – ich war wirklich beeindruckt von der Professionalität der Darbietung! Es lohnt sich auf jeden Fall, mal wieder hinzugehen.

Advertisements

Lichtspiel-Schattenspiel I: Dämmerwelten – das ist der Plan

Das gestrige Treffen mit den beiden Galeristinnen vom Atelier im Fronhof, Frau Faßmer und Frau Paasen, war wieder einmal sehr nett 🙂

Der Hängeplan für die Arbeiten steht, Aufbau und Vorbereitungen für eine schöne Eröffnung – Prof. Eberhard wird wieder einmal das Wort ergreifen, er hat Ute und mich ja auch vom ersten Studiensemester an begleitet und steht und immer noch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite, so auch für die „Dämmerwelten“ – danke schön!

Ute wird mit Litographien und Malereien auf Pappen und Leinwand zu sehen sein, ich zeige Malerei, meine „malerischen Graphiken“ und, so sich das gut entwickelt, einige großformatigere Arbeiten in Mischtechnik auf Bütten.

Eine Einladung steht demnächst auf meiner HP zum Download bereit – wir freuen uns über jeden, der kommt!

Vorbereitungen für Lichtspiel – Schattenspiel: Und jetzt nochmal von vorne…

Die Vorbereitungen für Dämmerwelten I laufen – aber ich fürchte, ich muss das Konzept für meine Graphiken über den Haufen werfen.

Die Arbeiten, die fertig sind, sind soweit in Ordnung – es ist aber nicht so, dass ich in der bekannten Art damit weitermachen möchte ; Rücksprache mit Künstlerkollegin (und Mit-Ausstellerin!) Ute hat ergeben: Ich brauche einfach größere Formate und anderes Papier. Reinweiß macht Aquarellfarben so licht-brillant, ich find‘ das unerträglich – gleich, was der Bildgegenstand ist, sogar die „schmutzig“ gemischten Farben leuchten, und mir erscheint es kitschig. Andere Leute sagen zwar das Gegenteil, aber mir kommt es so vor, und deshalb geht es so nicht weiter. Also: Ab zu Boesner, neues Papier. Gleiche Thematik, aber neues Konzept!

Und ich hätte da schon eine Idee zu den Rahmen – Stichwort: „Objektrahmen“. Rahmen im Rahmen…

Vorbereitungen für Lichtspiel – Schattenspiel: Malerei rückwärts

Komisch. Ich habe alle meine malerischen Graphiken, die ich Ende letzten Jahres angefertigt habe, von Essen nach Düsseldorf geschleppt (und bei meinen Eltern gebunkert, ist nämlich nur ein Katzensprung bis zum ATELIER IM FRONHOF, wo sie ja hinsollen…) – eigentlich, um sie zu überarbeiten, ich dachte nämlich, die sind alle einfach gräßlich. Ich hatte sie weggesperrt und wollte eigentlich alles nochmal neu machen. Und jetzt hole ich sie hervor, um zu kalkulieren, wie groß der Schaden wirklich ist – und, oh Wunder: Ich find sie gar nicht mehr SO gräßlich.

Eigenartig.

Anscheinend haben sie in meiner Erinnerung ein Eigenleben geführt (naja, Amoklauf trifft’s wohl besser) das ihnen wirklich nicht gutgetan und vor allem: überhaupt nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Kann ich mir nicht erklären. Ist aber so. Umso besser. Dann muss ich bei einigen nur den Rahmen lackieren, und damit in die Ausstellung. Das soll mir mal einer erklären. Dazu sollte es mal ein Seminar an der Uni geben – „Kunst und Krise“ oder so.

Jetzt kann ich also in aller Ruhe die restlichen Graphiken fertig stellen – und ich habe herausgefunden: Ich muss meine Graphiken nicht „vorwärts“ malen, sondern „rückwärts“. Farbe auftragen und dann so lange entfernen, bis es richtig ist – mit Radiergummi, Wasser, weißer Farbe. Die Spuren, die dieser „Erosionsprozess“ auf dem Papier hinterläßt, ist dabei noch das, was mir am besten gefällt – weißes, unversehrtes Papier ist auf penetrante Weise „rein“, da möchte ich immer am liebsten draufspucken. Geht gar nicht. Und paßt nicht zu meinen Thematiken. Eigentlich also arbeite ich nicht durch BildAUFbau, sondern BildABbau – mit Leere statt mit Farbigkeiten. Oder ist die „Leere“ dann die Farbe…?

Mir doch egal. In der Kunst ist zum Glück ja alles möglich. Deshalb ist es auch völlig in Ordnung, „rückwärts“ zu malen. Vielleicht wird’s ja eine ganz neue Stilrichtung…“Reverismus“ oder so ähnlich.

 

NACHTRAG fünf Minuten später: „Reverismus“ ist super! Im Englischen ist „reverse“ rückwärts – im Französischen ist „le rêve“ – der Traum, und was der mit meiner Kunst zu tun hat, steht ja ausführlichst auf meiner Homepage (unter „Kunstbegriff“, für alle, die es noch nicht wissen….).

Noch besser wäre also: „Rêverismus“ ! Vielleicht taufe ich meine „malerische Graphik“ besser um….