DER ENGELSEHER – so langsam wachsen ihm Flügel…

Seit einigen Tagen liegt NIRGENDLAND in der Redaktion – und weil ich’s nicht lassen kann, hab ich schon mit meinem neuen Schreibprojekt begonnen: Der Engelseher, für die Ars Litterae-Reihe von Alisha Bionda. Konnte damit einfach nicht länger warten, weil das Universum, in dem die Geschichte spielt, mit einem lauten (Ur-)Knall explodiert ist und sich ziemlich schnell ausbreitet…ich könnte mir vorstellen, dort noch weitere Gesichten anzusiedeln, aber das wird sich zeigen. Bisher steht nur die Kulisse für den ENGELSEHER: Eine dystopische Jahrhundertwende-Welt voller Schurken und Schatten, wie sich das gehört 🙂

Die ersten 20 Seiten gingen recht zügig – ich betreibe, wie immer, patchwork-Schreiben, d.h. die Szenen, die ich schon kenne, schreibe ich auf, egal, ob sie ‚chronologisch‘ schon an der Reihe wären oder nicht. Für gewöhnlich entwickeln sich dann aus Nebensätzen weitere Szenen (ist also dieses in dieser Szene anscheinend so, muss jenes irgendwann vorher logischerweise so gewesen sein – oder noch werden). Von vorn nach hinten runterschreiben und durchplanen wäre gar nichts für mich – zum einen sind Geschichten m.E. organische Gebilde, die sich nach eigenen Wachstumsgesetzen entwickeln, und zum andren bekommt man ja erst durch das Schreiben ein Gefühl für alles und kann sagen, was wohl wie oder wann gewesen sein wird.

Augenblicklich bin ich mittendrin in DER Schlüsselszene überhaupt – mein Engel offenbart sich seiem Schützling. Ist gerade ein bißchen viel für den Armen, aber da muss er durch 😉 Wenn alles dann fertig ist, gehe ich nochmal drüber oder passe Aspekte und Wendungen im Verlauf der Entwicklung der Figuren an, wie ein Maler, der immer wieder mal über sein Bild geht. Da tut sich also sicherlich noch einiges! Und deshalb mache ich mich jetzt wieder daran, dem nachzuspüren.

Vielleicht gibt’s heut abend einen Satz des Tages….