Vortrag für die Rollenspiel-AG der Uni Dortmund

Seit der RPC 2012 hat uns die Idee keine Ruhe mehr gelassen, und jetzt ist es soweit: seit ein paar Tagen stehen Ort und Zeit fest – ich besuche die Rollenspiel-AG der Uni Dortmund und halte dort meinen Vortrag „Doppelgänger, Maske, Alter Ego“ in der neuen, überarbeiteten und verbesserten Version („verbessert“ vor allem wegen der tollen neuen Illustrationen von Melanie Philippi – http://phantagrafie.blogage.de/ !). Hier die Daten:

WANN: Mittwoch, 04. Juli 2012                                                                                              

UHRZEIT: 18:15 h – ja, genau. Mit akademischem Viertelstündchen!                                       

WO: im Fachschaftsgebäude Otto-Hahn-Str. Raum wird noch bekannt gegeben.

Der Vortrag dauert, wie immer je nach Beteiligung der Zuhörerschaft zwischen 30 und 60 min. – alles schon dabei gewesen 😉 Und danach haben wir jede (und zwar wirklich jede) Menge Zeit zum Schnacken – über Rollenspiel, Rollenspiel-Forschung, Wie, Warum und Wozu und alles andre auch. Das wird sicher klasse, ich freue mich schon sehr darauf! Wundere ich mich, dass die AG von der Fachschaft Informatik gehostet wird? Nein…wahrscheinlich nicht 😉

Wer zwar nicht zur Uni Dortmund gehört, sich aber trotzdem intressiert, hier der Link zur Fachschaft:

http://fsinfo.cs.tu-dortmund.de/ags/rollenspiel-ag/rollenspiel-ag

Ihr findet dort den netten Kontakt, mit dem ich auch alles ausgehandelt habe; er wird sicher keine Frage unbeantwortet lassen!

Ein ENGEL auf Reisen oder: In (fast) 90 Tagen nach Dänemark!

Also, manchmal passieren seltsame Sachen. Zum Beispiel neulich, da wollte ich einem Rollenspiel-Forschungs-Kollegen und guten Bekannten einen ENGELSEHER schicken, damit er eine Idee bekommt, was ich so schreibe (und warum ich immer sage: „Eine Rose ist eine Rose. Aber ein Stück „Sch…e“ ist ein Stück „Sch…e“, und deshalb schreib‘ ich auch „Sch…e“, wenn ich „Sch…e“ meine, und nicht Rose!“

Nun ja. Ich tütete den ENGEL also ein, brachte ihn zur Post und schickte ihn nach Dänemark – mit Angabe von Straße, Hausnummer, Etagen- UND Wohnungsnummer, weil man das dort im Norden wohl so macht. Besagter Kollege und gute Bekannte hielt sich nämlich gerade dort oben auf.

Eine Woche verging. Noch eine. Noch eine. Von besagtem Kollegen nichts zu hören. Ich begann mich zu wundern, wartete aber weiter. Noch eine Woche. Und dann noch eine. Dann hörte ich mal nach – der ENGEL war nicht angekommen. Ich wartete weiter und fing an, mich zu ärgern. Eine weitere Woche verstrich – kein ENGEL weit und breit. Keine Meldung vom Nachbarn, dass er ein Paket empfangen habe. Keine Meldung vom Paketdienst, dass eine Sendung nicht zugestellt werden konnte.

Also machte ich mich auf zur Post und gab einen Nachforschungsantrag auf – natürlich, wie mir der Beamte gleich erklärte, völlig ohne Aussicht auf Erfolg. Ich war aber ärgerlich genug, um es trotzdem zu tun – wenn ich mich ärgern muss, dass mein Paket verloren geht, soll sich bitte schön auch noch jemand andres ärgern, dass er einen sinnlosen Antrag bearbeiten muss! Kam mir fair vor. Ich füllte also den Wisch aus und nahm es ganz genau: Inhalt ein Taschenbuch, so und so groß, so und so ein Titelbild, ENGELSEHER der Titel, LAURA FLÖTER die Autorin, und innen eine handschriftliche Widmung an betreffende Person von folgendem Text – wenn schon, denn schon! Das warten ging weiter.

Und eigentlich hab ich schon überlegt, ihm beim nächsten Treffen ein weiteres Exemplar zu geben – diesmal aber persönlich.

Aber DANN….  

…bekam ich eine e-mail mit obigem Foto als Anhang. Von besagtem Kollegen. Nach sage und schreibe sieben Wochen war der ENGEL doch noch ans Ziel geflattert – Ursache der Irrungen & Wirrungen war wohl gewesen, dass der Adressaufkleber nass geworden und fast abgerissen war. Und nur anhand meines Nachforschungsauftrags, der ja alle Daten enthielt, konnten das namenlose Paket und der lose Adresszettel einander wieder zugeordnet werden! Da sag doch keiner, dass Nachforschungsanträge vergeblich sind.

Vielleicht ist es aber auch so, dass Engel ihren Platz in der Welt eben früher oder später finden…   

Schreiben, um darüber zu malen….

Am Wochenende war nicht nur die NordCon und meine allererste Lesung, sondern noch ein zweites „erstes Mal“, das mir wirklich viel bedeutet: Ich habe einer Freundin ein Bild überbracht, das ich auf ihren Wunsch hin gemalt hatte.

Aber „Manchmal zählt der Traum nur einer Nacht mehr als sieben Tage Wachen“ ist nicht irgend ein Bild – Vorlage und Anregung war eine Passage aus einem Roman, an dem Anja im Augenblick arbeitet. In dem Auszug, zu dem sie sich das Bild gewünscht hatte, ging es um die Initiation eines Heranwachsenden in einem phantastischen Setting. Während einer Wache auf einem hohen hohen Felsen sollte ihm im Traum die Gottheit erscheinen, die von nun an als Schutzpatron über ihn wachen würde. Natürlich verläuft Gederons Nacht der Nächte völlig anders als erwartet – und auch anders als die von irgend jemandem vor ihm…

Weil der Traum in dieser Geschichte so eine große Bedeutung hat, entschied ich mich, ihn auch als Leitmotiv für mein Bild zu wählen – und das kam dabei heraus:

 

facebook wusste es natürlich wieder als allererstes 😉

Für mich wird dieses Bild immer etwas Besonderes sein – auch, wenn es jetzt in Hamburg hängt und ich es so schnell wohl leider nicht wiedersehen werde. Denn weil ich selbst schreibe, weiß ich genau, wie viel einem die eigenen Geschichten bedeuten. Und dass Anja mich gebeten hat, für sie und ihre Geschichte zu malen, ist einfach eine riesige Wertschätzung für mich als Künstlerin, die mich riesig freut! Den „Traum“ anzufertigen, war eine ganz besondere Erfahrung für mich.

Das war die NordCon 2012

Kaum zurück aus Hamburg, schon schlägt der Alltag wieder zu. Die Eindrücke vom letzten Wochenende überstehen aber auch den stressigsten Wochenanfang – sie waren nämlich tatsächlich sehr eindrücklich! Aber der Reihe nach…

DER VORTRAG

Überraschend gut besucht trotz der eher frühen Stunde, viel Diskussion und so gute Beiträge, dass ich nach der Hälfte Schluss machen konnte – für mehr hätte die Zeit auch nicht gereicht…Danke aber trotzdem an all die interessanten Leute, die ich davor, dabei und danach noch treffen durfte, mit denen ich mich austauschen konnte und die mich an ihren Ideen teilhaben ließen – nächstes Jahr machen wir das noch mal!

DIE LESUNG

Abends war es dann soweit: meine allererste Lesung überhaupt!!! Ich hatte fleißig geübt (danke, Mellie!!!), und Anja redete mir mit Engelszungen zu („Du musst NUR lesen! Ich habe meine erste Lesung auch überlebt!“), aber ich war trotzdem unglaublich aufgeregt. Vielleicht würde ich mich ja verhaspeln, heiser werden, vielleicht sind die Zuhörer blöd und bewerfen mich mit Erdnüssen…

Da ich vorher außerdem noch ausgiebig mit andren Workshop-Leitern sprechen wollte, kam ich gerade noch pünktlich zu meiner eigenen Lesung (ungefähr 2 Minuten vor Beginn….Pünktlichkeit ist nicht meine Stärke und wird sowieso völlig überbewertet) und stellte dort dann fest: gefühlte 80 (!!!) % der Anwesenden waren Herren! Ich staunte nicht schlecht – erinnert Ihr Euch an das „Anti-Werbeplakat“, das auch hier im Blog zu sehen war? Genau. Das hatte ich vorab auch an die Orga des NordCon gegeben, und es war auf dem ganzen Gelände zu finden. Ein Satz stand drauf, von dem ich mit absoluter Sicherheit glaubte, dass er mir ein zu 98% weibliches Publikum bescheren würde: „Warnhinweis – In diesem Roman küssen sich zwei Kerle!“

Keine Ahnung, wie das Ergebnis also zu erklären wäre – aber ich bin ja nicht wählerisch, und nett waren sie trotzdem alle 😉 Ich fing also an, ehe ich zu nervös dazu werden konnte. Ich las den PROLOG und die erste Szene des 1. Kapitels und brachte die Seiten auch mit Anstand hinter mich. Das Gespräch danach war sehr schön – die Zuhörer waren wirklich interessiert, und von „Seit wann schreibst du denn eigentlich?“ bis „Warum ist Gott in deinem Buch weiblich?“ waren wirklich alle Fragen dabei, die dazugehören – eine runde Sache also 🙂

"Verstörend eindringlich." DER ENGELSEHER – neue Rezensionen

Es sind neue Rezensionen zum ENGELSEHER online gegangen. Eine ist erschienen in der Mai-Ausgabe des Phantastischen Bücherbriefs:

http://www.sftd-online.de/buecherbrief.htm

Vielen Dank an den Verfasser – Erik Schreiber – für diesen neuen und ungewöhlichen Blick auf den Roman.

 

Die andere Rezension hat die Phantastik-Couch veröffentlicht – eine extreme Position zum Roman, die in der Quintessenz den Schluss zieht, der ENGELSEHER ist „verstörend eindringlich“ und „alles andere als seichte Fantasy, sondern ein überwältigendes und außergewöhnliches Buch, das sicher nicht jeermann gefallen wird.“  Mehr könnte ich mir gar nicht wünschen. Auch hier vielen Dank an die Verfasserin, Julia Tambor! In ihren eigenen Worten:

http://www.phantastik-couch.de/laura-floeter-der-engelseher.html