Jahresausstellung der Meerbuscher Künstler e.V. in der Teloymühle – Vernissage

Gestern war die Vernissage der Jahresausstellung der Meerbuscher Künstler e.V. in der Teloy-Mühle – ein charismatisches altes Gemäuer, renoviert und zum Kunst- und Kulturpunkt umfunktioniert, das nur einen Nachteil hat: Die meisten Wände sind nicht gerade! Aber das macht eben auch die Atmosphäre und den nostalgischen Charme der denkmalgeschützen Anlage in Meerbusch Lank-Latum.

Die ausgestellten Arbeiten waren enorm vielfältig – vom Linolschnitt bis zur hydraulischen Metallplastik war alles vertreten. Die Eröffnungsreden waren gut gelungen, ein Pantomime führte anlässlich der Ausstellungseröffnung durch die Räume und trat mit jeder Arbeit in Dialog – wortlos! So etwas sieht man auch nicht alle Tage – zumal den Besuchern trotzdem noch genügend übrigblieb, selbst herauszufinden. Die Reaktion auf meine Arbeiten war viel stärker, als ich vermutet hätte  – insbesondere die Skluptur „Was aus den toten Träumen wird“, eine Arbeit aus Wurzelholz (Treibholz, selbst am Rhein gefunden), Spiegelscherben, Gips und Hufnägeln, löste ein großes Echo aus; ich wurde mehrmals angesprochen und gebeten, meine Arbeit zu erläutern – das schmeichelt der Künstlerseele natürlich sehr 🙂

Allerdings hätte ich lieber irgend etwas anderes erklärt, denn zu meinen Plastiken kann ich selber nicht so viel sagen – sie bleiben „surrealistische Rätsel“, wie mein Professor immer sagt, und ich solle mich auch hüten, diese auf Biegen und Brechen auszudeuten: „Die können schon für sich selber sprechen, keine Angst!“


 

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