Endlich! Wieder!! MALEN!!!

Während des Referendariats bin ich nicht soviel dazu gekommen, zu malen, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber jetzt liegt das Examen schon eine Weile zurück – und die Ideen nicht mehr länger brach 🙂 Hier sind die ersten Ergebnisse.

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Dieses Bild habe ich nach einem Textauszug aus einem Roman einer befreundeten Schriftstellerin gemalt – deshalb habe ich den Text auch gleich mit verarbeitet 😉

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Eine großformatige Arbeit, die für einen modern eingerichteten Raum mit klaren Linien und zurückhaltender Farbigkeit gedacht ist. Eins meiner ersten Bilder, das völlig abstrakt ist und ganz ohne figürliche Elemente auskommt. Zudem auch das erste Hochformat! Hat Spaß gemacht, einmal nur mit der aufgelösten Form zu experimentieren…ich kann mir vorstellen, vielleicht ein wenig weiter in diese Richtung zu gehen.

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Bei diesem bin ich mir aber noch nicht ganz sicher – es ist schon sehr ‚landschaftlich‘ geraten, vielleicht arbeite ich doch in dieser Richtung weiter. Auf dem roten Zettel stehen übrigens ein paar Notizen, die ich mir für dieses Bild schon gemacht habe 🙂 Sieht ein bißchen aus wie der Abholzettel einer Wäscherei…ich halte oft zuerst ein paar Ideen schriftlich fest und pinne den Zettel dann ans Bild, damit er nicht verloren geht (und die Ideen auch nicht!).

Das sind die Bilder, an denen ich in den letzten Wochen gearbeitet habe – aber mein Atelier ist im Augenblick ohnehin wegen Überfüllung geschlossen, weil ich in den letzten anderthalb Jahren zwar wie wild Materialien zusammengesammelt, aber nichts davon ‚weggearbeitet‘ habe. Naja, zumindest wird mir in nächster Zeit malerisch gesehen wohl nicht langweilig 🙂

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Gastkünstlerin bei den Meerbuscher Künstlern e.V.

Bereits zum zweiten Mal bin ich als Gastkünstlerin bei den Meerbuscher Künstlern e.V. in die Teloy-Mühle eingeladen. Gestern vormittag wurde die Jahresausstellung in sehr stilvollem Rahmen eröffnet – anlässlich des fünfunddreißigjährigen Bestehens des Künstlervereins diesmal eine besondere Gelegenheit. Ich freue mich daher umso mehr über die Einladung!

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Neben den gewohnt treffenden Redebeiträgen der Ersten Vorsitzenden des Vereins und der städtischen Kulturdezernentin gestaltete das Musiker-Duo Grün & Hauser die Eröffnung an Flöte und Keyboard mit. Die jazzigen Melodien verliehen der Veranstaltung einen lockeren, beschwingten Charakter.

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Dieses Jahr sind besonders vielfältige Positionen vertreten – Malerei, Skulpturen, Drucke und zahlreiche Arbeiten in Mischtechnik und unterschiedlichen Medien.

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Die Ausstellung überzeugt durch ein Konzept, das die Arbeiten so zueinander in Beziehung bringt, dass ein spannungsvolles und lebendiges Wechselspiel entsteht.

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November 2013 III und November 2013 IV sind die Beiträge, mit denen ich 2013 vertreten bin (linke Wand).

Noch bis zum 8. Dezember kann die Ausstellung in der Teloy-Mühle, Kemperallee 10 in Meerbusch-Lank besucht werden. Zur Finissage am genannten Termin wird es auch dieses Mal wieder einen Siebdruck-Workshop unter der Leitung von Johanna Rzepka Wiens geben.

Jede und jeder ist herzlich eingeladen!

Kunst im MARLER STERN – ich darf dabei sein :)

Nicht zum ersten Mal verwandelt die Künstlergruppe KUNST IM STERN das Einkaufsparadies Marler Stern in diesem November wieder in ein Haus des Kunst-Erlebens. Auf drei Etagen finden sich Ladenlokale, die statt der üblichen alltäglichen kleinen und großen Wünsche etwas gänzlich Anderes anbieten: Kunsterleben!

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Die Eröffnung am 8.11.2013 fand in einem hochwertigen, aber zwanglosen Rahmen statt, mit einer pointierten Rede und interessanten künstlerischen Beiträgen von Improvisationstheater und Liedermachern. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt – ein rundum gelungener Abend!

GRENZERFAHRUNGEN ist das Leitthema der diesjährigen Auswahl, und das Ergebnis der Jurierung durch namhafte Kunstverständige ist eine überwältigend vielseitige Ausstellung, die mit ihren zahlreichen Exponaten wirklich alle Facetten dieses Begriffes auslotet und dies Paradigma zum Programm macht.

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Beiträge aus allen künstlerischen Sparten trafen im KUNSTSTERN aufeinander – Videoinstallationen…

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Malerei in allen Farben und Formen….die HÖLLENPFADE hingen in erlesener Gesellschaft 🙂

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Auch an Bildhauerei war einiges vertreten…die TOTEN TRÄUME vertrugen sich ebenfalls sehr gut mit ihren Nachbarn!

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Und auch ‚interaktive‘ Werke mit soziopolitischem Hintergrund bereicherten die Auswahl – insgesamt eine wirklich sehenswerte Zusammenstellung alter und neuer, etablierter und ganz junger künstlerischer Positionen aller Orientierungen – ein Erlebnis, das dem täglichen Konsumtrubel wirklich für ein paar Wochen die Schau stiehlt!

Weitere Informationen z.B. zu Anfahrt und Parken unter: www.kunststern.de

Ich freue mich wirklich sehr, in diesem Jahr mit meinen Arbeiten AUF HÖLLENPFADEN WACHSEN TRÄUME und WAS AUS DEN TOTEN TRÄUMEN WIRD Teil dieses Ausstellungs-Erlebnisses zu sein.

Noch bis Ende des Monats ist die Ausstellung im Kunststern Marl geöffnet. Ein hochwertiger Katalog zum kleinen Preis gibt zusätzlich eine Übersicht über die vertretenen Kunstschaffenden und stellt zudem die ‚Urheber‘ vor. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an die Künstlergruppe KUNSt IM STERN, ohne die es diese Ausstellung wohl in dieser Form nicht geben würde, und an die Kulturagentur Stamm & Beltz für das Schaffen des stimmungsvollen Rahmens zur Eröffnung!

Auftragsarbeiten: Kunst trifft Kunde oder Mord am künstlerischen Genius?!

Inzwischen bin ich mehrfach gefragt worden, was ich als Künstlerin von Auftragsarbeiten halte – und ich sage jedes Mal: Ich finde das eine tolle Arbeitsweise! Es hießt zwar oft, Auftragsarbeiten und künstlerische Arbeit passten nicht zusammen, das Werk sei ja dann nicht mehr ‚frei‘. Ich empfinde das ganz anders. Nicht nur, dass sich jede Künstlerin und jeder Künstler, der Aufträge nach der Vorstellung eines Kunden entgegennimmt, historisch gesehen in der erlesensten Gesellschaft befindet. Das Arbeiten für eine bestimmte Person kann sicherlich auch sehr spannend und anregend sein und die ganz ‚eigene‘ Arbeit sehr bereichern – abgesehen davon, dass man danach ein Werk in Händen hält, das seinen Liebhaber schon gefunden hat 🙂 Eine Auftragsarbeit eröffnet doch die Möglichkeit, ein Bild zu malen, das 100% zu seinem neuen Besitzer passt, und das ist doch dann etwas ganz Besonderes! Natürlich ist die Art der Zusammenarbeit zwischen Künstler und Auftraggeber abhängig von der Arbeitsweise des Künstlers – und auch von den Kundenwünschen, natürlich.

Da ich jetzt z.B. mit vielen Materialien arbeite, könnte der Kunde z.B. konkrete Angaben zu bestimmten Farben, Materialien oder Themen zu machen. So will eine Kundin vielleicht gern bestimmte Blüten auf dem Bild verarbeitet haben, wünscht sich eine eher lichte oder eine düstere Stimmung. Manche Kunden wünschen sich dazu Figuren, die zu sehen sein sollen oder eher abstrakte Arbeiten mit aufgelösten Formen, oder es existiert schon eine Vorstellung, ob der Trägergrund Büttenpapier und die Arbeit eher Collage oder Leinwand und Acrylmalerei sein soll, oder, oder, oder…

Weitere Variationsmöglichkeiten gäbe es dann bei den Keilrahmen – soll die Arbeit einfach funktional mit Nägeln befestigt sein, so dass der Rahmen das Bild hält, oder soll er aufwändig und wie als Schmuck mit Nägeln ‚gespickt‘ werden? Oder soll die Arbeit einfach ‚lose‘ bleiben und als Leinwandfetzen zu Hause an die Wand? Manchen gefällt gerade das!

Um sicherzustellen, dass die Arbeit entsprechend der Vorstellungen des Kunden ‚gedeiht‘, könnte man während der Entstehung immer wieder Fotos zuschicken, wenn die Grundierung aufgetragen, ein Grundfarbton angeschlagen und das nach Absprache aufgebrachte Material trocken ist. Dann können noch einmal Überlegungen angestellt und Veränderungen in einem gewissen Rahmen vorgenommen werden, denn zu diesem Zeitpunkt ist noch vieles ‚drin‘ – z.B. kann das Farbschema noch einmal verändert oder zusätzliches Material aufgebracht werden, um die ‚Ausgewogenheit‘ des Bildes zu verändern. Ein weiteres Foto wäre dann vielleicht kurz vor Abschluss sinnvoll – dann sind noch einmal kleinere Variierungen möglich.

Bei alldem bliebe aber natürlich zu berücksichtigen, wie der Künstler arbeitet. Ich z.B. arbeite nun vor allem mit Zufallstechniken – ich könnte also keine hundertprozentige Voraussage machen, wie das fertige Bild schließlich aussehen wird. Solche kreativen Arbeiten lassen sich ja bekanntlich nur bis zu einem gewissen Grad ‚beeinflussen‘. Bei allen Absprachen bliebe also auch noch ausreichend Spielraum für Überraschungen – sonst wär’s ja auch zu langweilig 😉

Denkbar wäre dann natürlich auch, dass der Kunde zusätzlich einen bestimmten preislichen Rahmen vorgibt. Darauf könnte man Angaben machen, wie groß und aufwändig das Bild voraussichtlich wird – ich persönlich würde dabei lieber an der Größe sparen als am Material, aber auch das wäre ja letztlich Kundenentscheidung.

In jedem Fall würde ich bei Auftragsarbeiten zumindest eine geringfügige Absprache für sehr sinnvoll halten. Auf Seiten des Künstlers würde dazu das Entwerfen eines Konzepts oder ein paar gestalterischer Vorschlägen auf der Basis der Kundenwünsche sowie ein ‚Kostenvoranschlag‘ zählen – denn letztlich ist das Bild ja für den Kunden, und er soll damit glücklich sein. Er muss sich das Bild ja eine Weile anschauen 😀

Auf diese Weise käme dann der Kunde zu einem Bild, das wirklich sehr persönlich ist, und der Künstler hätte noch immer genügend Spielraum, seine künstlerische Freiheit auszuschöpfen – oder?

Künstler und Kundenwunsch – könnten sie auf diese Weise zusammenfinden? Oder ist die Auftragsarbeit immer auch der Tod der künstlerischen Freiheit 😉