Gastkünstlerin im Atelier Ute Schätzmüller – die Kunst-Spur 2014

Am vergangenen Wochenende war ich als Gastkünstlerin bei Ute Schätzmüller ins Offene Atelier eingeladen. Zwei Nachmittage vergingen mit vielen interessierten Besuchern und schönen Gesprächen wirklich wie im Flug! Hier einige Eindrücke:

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Blick durch die offene Ateliertür – mitten hinein in’s kreative Vorbereitungs-Chaos =)

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Bis alles seinen Platz gefunden hat, vergeht schon ein wenig Zeit…

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Aber gut‘ Ding will nun einmal Weile haben 😉

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Dafür gab es dann aber sogar auch noch flurauf….

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und flurab etwas zu Schauen!

Ein rundum gelungenes Atelier-Wochenende – sowas müsste man eigentlich viel öfter machen!

Beitrag im Tagungsband „Übergänge und Entgrenzungen in der Fantastik“

Im September 2012 habe ich an der 3. Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung an der Universität Zürich teilgenommen. Mittlerweile ist der Tagungsband erschienen, unter dem gleichnamigen Titel „Übergänge und Entgrenzungen in der Fantastik“ – ein schöner Beitrag zur Fantastikforschung quer durch alle Medien, herausgegeben u.a. von Prof. Ingrid Tomkowiak im Lit Verlag.

Mein Beitrag findet sich dort auf Seite 157–170 unter dem Titel „Kuss, Erwachen, Chrysalis: Grenzen und Grenzüberschreitungen als Inszenierung des Phantastischen im Pen-and-Paper-Rollenspiel The World of Darkness.“ Der Abstrakt lautet:

„Grenzen und Grenzüberschreitungen sind ein Kernthema der Phantastischen Literatur. Beim Medium phantastisches Rollenspiel verhält es sich ganz ähnlich. Im phantastischen Rollenspiel-System The World of Darkness ermöglicht erst die Doppelung einer banalen Alltagswelt und einer verborgen existierenden magischen Welt die phantastische Begegnung: Die Konfrontation mit dem Übernatürlichen stellt das Präludium der eigentlichen Spielhandlung dar und thematisiert die Verwandlung des Spielercharakters vom gewöhnlichen Menschen in ein phantastisches Wesen, einen Magier, eine Fee oder einen Werwolf – das Erwachen eines magischen Erbes, von welchem der Träger bis zu seinem ‚Ausbruch‘ zumeist überhaupt nichts ahnte. Auch wenn er vielleicht schon immer ‚irgendwie anders‘ war als andere…

Diese Begegnung mit dem Phantastischen in ihm selbst stellt eine Erschütterung all dessen dar, was dem Betroffenen bis dahin bekannt und vertraut war – bis hinein ins eigene Ich. Sie hinterlässt daher oft tiefe Spuren und verursacht bisweilen großes Leid, von dem mancher sich nie mehr völlig erholt. Dieses Trauma der Verwandlung und seine Verarbeitung bleibt dann vielleicht ein dauerhaftes Motiv in der Erzählung. In jedem Fall eröffnet es aber den Spiel- und Handlungsraum. Auch nach dieser ersten großen Erschütterung bleiben die Grenzen zwischen der banalen und der phantastischen Welt dessen Leitmotiv – die Gratwanderung des Charakters zwischen menschlicher und übernatürlicher Gesellschaft.

Wer sich also für die Beziehung von Alltäglichem und Phantastischem in der World of Darkness interessiert, kann vielleicht etwas mit diesem Beitrag anfangen 🙂