NIRGENDLAND – was lange währt, wird endlich gut

Nun ist es soweit: Die letzte Zeile ist getippt. Beinahe fünf Monate hat es gedauert, bis die neue alte Version von NIRGENDLAND im Kasten war – und im Rückblick kommt es einem vor, als sei sie Zeit geflogen. Trotzdem ein gutes Gefühl, es fertiggebracht zu haben: Das Projekt ist immerhin fast 4 Jahre alt. Nun – genug Zeit zum Reifen und zum Wachsen, aber irgendwann kommt der Punkt, wo eine Story „überaltet“, und dann muss sie einfach fertig werden. Wie bei NIRGENDLAND geschehen.

Vier Wochen werde ich den Text jetzt liegen lassen, damit sich alles setzen kann und der Tunnelblick sich wieder erweitert – ein bißchen Zeit, andere Projekt voranzutreiben. Meine Engel-Geschichte für Alisha Bionda zum Beispiel. Oder meine Dissertation. Oder mal wieder ein neues Bild…ich merke schon: Ich krieg die Zeit schon rum, da mach ich mir keine Sorgen 😉

Und dann heißt es „überarbeiten.“ Mindestens zwei Mal werd ich wohl noch drübergehen müssen, verknüpfen, glätten, kürzen….Ich bin gespannt. Das wird noch einmal ein schönes Stückchen Arbeit…

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Honorar von der AVM

Heute morgen fand ich im Briefkasten die Honorarabrechnung vom AVM-Verlag, wo ich „Gestalt & Gestaltung“ veröffentlicht habe, meine beiden Arbeiten zu C.F. Meyers „Die Versuchung des Pescara“ und G. Kellers „Spiegel, das Kätzchen.“

Zu meiner Freude – und, wie ich zugeben muß, auch Überraschung – hat sich das Bändchen tatsächlich ein paar mal verkauft, so dass ich jetzt ein kleines Honorar von ca. 15 € bekomme – immer her damit, auch Kleinvieh macht Mist! Das befeuert natürlich meinen Plan, meine Examensarbeit über „Krabat“ und „Die Brüder Löwenherz“ ebenfalls in diesem Verlagshaus zu publizieren; der große Vorteil ist nämlich, dass dort keine Druckkostenzuschüsse erhoben werden, wie es leider beim Großteil der Verlage, die wissenschaftlich publizieren, usus ist. Das bedeutet natürlich, dass man das Lektorat selbst übernehmen muss, aber bei Arbeiten auf Hochschul-Niveau ist das in der Regel kein Akt.

Also: Noch einmal bei der Professorin nachhaken und die Redigierung des Manuskripts in Angriff nehmen, damit es bald erscheinen kann – ich hoffe, auch diese Arbeit findet zumindest ein bißchen Anklang!

Die Künstlerin live und in Farbe im "Atelier im Fronhof"

Da die beiden Galeristinnen, Frau Faßmer und Frau Paasen, bald einige Zeit im Urlaub sein werden, werde ich die Öffnungszeiten im „Atelier im Fronhof“ betreuen, damit die Galerie weiterhin für Gäste geöffnet bleiben kann.

Wer also Lust hat, die Künstlerin – das heißt: MICH ^^ – live und in Farbe selbst zu erleben, mit mir über die Ausstellung zu sprechen, über Malerei und Schreiberei, Life, the Universe & Everything, der ist herzlich eingeladen, mich dort zu besuchen.

Die Zeiten sind: 25.07., 27.07., 01.08. und 03.08.2010 – die Dienstage von 19-21 Uhr, die Sonntage von 11-13 Uhr. Ich freu mich über jeden, der vorbeikommt 🙂

"Traumwandler" – die Vernissage

Am vergangenen Sonntag (4. Juli) war es also soweit: Um 11 Uhr eröffnete mein Lehrer und Abschluß-Prüfer Professor Jörg Eberhard von der Folkwang Universität der Künste und der Universität Duisburg-Essen meine Ausstellung; in seiner Rede schilderte er meine Anfängen in seinem Kurs „Experimentelle Gestaltung“, die Wahl und die Entwicklung meiner Thematik, des Phantastischen, und meiner bildnerischen Mittel und Elemente, die von zunächst rein „naturalististischem“ Darstellen zu komplexen Material-Gefügen wurden, in dem jedes Element seine eigene Metaphorik besitzt.

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Es war strahlender Sonnenschein, um Haaresbreite nicht ZU heiß, und die Vernissage war wirklich ausgesprochen gut besucht – die Galeristinnen erzählten mir, sie hätten, inklusive „Laufkundschaft“, die nur kurz reinschauten und gleich wieder gingen, beinahe 60 Leute gezählt, und als Eberhard seine Rede hielt, war die Bude wirklich bummvoll. Ich muß gestehen, ich hatte bis kurz vor 11 Uhr gebibbert, ob denn auch genügend Publikum kommen oder mein Prof seine Rede vor einer kläglichen Handvoll Leuten würde halten müssen – diese Angst hat sich zum Glück recht bald verflüchtigt, denn um 11 Uhr herum kamen die Leute in zwei bis drei großen „Schwallen“.

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Kurz vor der Eröffnung kamen zwei Vertreter von der Presse (Rheinische Post) zu mir, um Photos und Gesprächsnotizen zu machen (eine wirklich spannende Erfahrung, vor den eigenen Bildern posieren zu müssen und einige kluge Sätze dazu von sich zu geben…aber man kann sich dran gewöhnen *G*).  Es wurde insgesamt soviel photographiert, dass wir, glaube ich, ein Daumenkino draus machen könnten – aber so wird dieses für mich ja sehr große Ereignis zumindest würdig festgehalten! Nach der Rede wurde Sekt ausgeschenkt und viel geredet, ich hab mich bemüht, mit allen Gästen wenigstens ein paar Worte zu wechseln und stieß auf viel positives Echo und großes Interesse, was mich als Künsterlin natürlich beflügelt ^^

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Viele Leute waren da, die ich ewig nicht gesehen habe – so mein alter Englisch-LK-Lehrer noch aus Abiturszeiten, Kommilitonen und alte Schulfreunde. Ich habe mich über jeden einzelnen gefreut!

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Fazit also: eine rundum gelungene Eröffnung meiner (hoffentlich steilen ^^) künstlerischen Laufbahn. Ich bedanke mich bei allen Gästen für ihr Kommen und ihr Interesse an meiner Arbeit – das war bestimmt nicht das letzte Mal! Man merkt es nämlich ziemlich schnell – sowas macht wirklich süchtig. Ich plane schon das nächste Happening…