"Die Ästhetik des fantasy-Rollenspiels" – Dissertation angenommen :)

So, jetzt habe ich es schriftlich.

Eben war ich in der Sprechstunde bei meinem Betreuer, Prof. Hein, um das Thema für meine Dissertation zu besprechen – ein Expo hatte ich ihm schon vorgelegt. Und: Es paßt! Er findet meine Forschungsidee super-interessant („Auch wenn ich ja keine Ahnung habe von diesen ganzen fantasy….Geschichten.“). Meine Zweitbetreuerin, Prof. Josting, war auch sehr angetan – sie treffe ich in der übernächsten Woche, um den empirischen Teil durchzusprechen (s.u.).

Ich muss jetzt nur noch ins Studentensekretariat, um mich ummatrikulieren zu lassen – ein kräftezehrender Verwaltungsakt, fürchte ich, mit geringer Produktivität für den ganzen Aufwand, den man betrieben hat…nun ja, so ist es eben mit der Bürokratie. Und dann kann’s losgehen – ich freu mich schon drauf! Es wird jedenfalls keine von den Dissertationen, die nach drei Seiten schon nach Staub schmecken….ein Teil wird sich auf die Schilderungen von Rollenspielern stützen, was sicherlich sehr interessant wird! Also, gucken wir mal 🙂

Bisher war das (fantasy-)Rollenspiel jedenfalls das ‚Senftöpfchen‘ der Bildungswissenschaften – jeder darf mal was dazu sagen, braucht aber nicht irgendwie qualifiziert zu sein. Ein paar Mal hab ich mich beim Lesen von Aufsätzen WIRKLICH geärgert! Inzwischen seh‘ ich das etwas anders. Nämlich: Was soll’s – bleibt mehr übrig, was ich besser machen kann, nicht wahr? Aber zunächst….steht NIRGENDLAND auf dem Plan. Und damit fang ich jetzt mal an. Im Sinne René Mariks: tschussn!

Lehraufträge für DaZDaF – "Mehrsprachigkeit in Institutionen und Gesellschaft"

Das war echt ein Kracher. Vor ca. 14 Tagen hat mich meine Dozentin angeschrieben – mit der Anfrage, ob ich nicht SPONTAN für den darauffolgenden Donnerstag einen Lehrauftrag im Umfang von 3 Seminaren übernehmen wolle – für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Uni Duisburg-Essen. Ich hatte das Fach zwar nicht studiert, aber sowas interessiert an der Uni ja immer keinen. Ich war natürlich SOFORT dabei – immerhin hatte ich ihr gerade erst in der Sprechstunde vorgejammert, dass ich so gern an der Uni arbeiten würde, mich aber keiner einstellt, denn: Über Bildung reden ist billiger als Bildung zu bezahlen. Punkt. Und solang das so ist, was es immer sein wird, werden die Studis weiter nicht in Seminare kommen oder dort auf dem Boden sitzen oder den Dozenten immer nur um die Ecke belauschen, statt ihn mal zu sehen.

Nicht bei mir 🙂 Da alle 3 Seminare mit 150% Auslastung schon überbelegt, aber maximal 50% aller Studis bedient sind, werde ich in den Semesterferien voraussichtlich sogar noch ein Blockseminar zusätzlich halten dürfen. Ich hoffe, das wird bewilligt!

Am Donnerstag hatte ich also Premiere. Und ich muss sagen – es lief echt super! Die Studis waren total brav; die Atmosphäre war zwar zunächst gespannt, weil 70 Studis pro Seminar erwarteten, gleich vor die Tür gesetzt zu werden, aber das habe ich natürlich nicht gemacht – ich finde, diese Lösung, Seminare zu strukturieren, IST keine, denn die Studis sind auf die Scheine angewiesen. Das heißt: Seminar teilen, die Seminarzeit von Punkt bis Punkt ausnutzen und in 2 Gruppen jeweils 60 min. abhalten. Damit sind alle einverstanden.

Das Seminarkonzept steht bereits, Materialien bekomme ich vor jeder Sitzung – einen besseren Einstieg kann ich mir nicht wünschen. Ich hoffe, es ist nicht das erste und das letzte Mal zugleich, es macht mir nämlich RIESIGEN Spaß! DAS ist genau mein Ding.

"Kunst aus der Märchenwelt" – Ich bin in der Rheinischen Post!

Vergangenen Freitag war Herr Norbert Stirken bei mir zu Haus – eigentlich hatte ich ihn angeschrieben, ob ich in seiner Galerie ArtWork in Viersen nicht einmal ausstellen könnte. Er schrieb zurück: ‚Ich habe meine Galerie dichtgemacht. Aber ich bin Redakteur für den Meerbusch-Teil der RP – ich könnte einen Artikel über Sie bringen, ein Portrait, wenn Sie wollen.‘

Da war ich natürlich platt. Nein gesagt habe ich trotzdem nicht *g* Und so kam es also, wie gesagt, am Freitag zu einem sehr schönen Gespräch – über Kunst, Literatur, Phantastik, und was das alles mit mir zu tun hat. Herr Stirken machte sich Notizen und jede Menge Fotos. Heute Morgen staunte ich nicht schlecht, als ich den Artikel in der RP entdeckte – so groß hatte ich mir das gar nicht vorgestellt.

Vielen Dank, Herr Stirken! Ich hoffe, es war nicht das letzte Mal….

…anbei der Link zur RP-online.

http://www.rp-online.de/duesseldorf/meerbusch/nachrichten/Kunst-aus-der-Maerchenwelt_aid_844905.html

"Gestalt & Gestaltung" bei der AVM II – und das nächste Projekt ist schon in Planung :)

Jetzt ist es offiziell – meine Arbeit „Gestalt & Gestaltung“ ist fertig; jetzt gehen die Pflichtexemplare an die Landesbibliotheken, der Titel wird ins „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ aufgenommen und ist so auch über sämtliche online-Versandhandel erhältlich. Es ist keine besonders große Arbeit, aber für mich ist es der erste Schritt  – mal gucken, was draus wird 🙂

P.S. Meine Examensarbeit wird in einiger Zeit ebenfalls bei der AVM erscheinen – sobald das Skript überarbeitet und durchgesehen ist. Arbeitstitel: „Der ‚Außenseiter‘ als gebrochener Held in der neueren phantastischen Kinder- und Jugendliteratur. Astrid Lindgren: Die Brüder Löwenherz und Otfried Preußler: Krabat.“

Natürlich viel zu lang für eine Veröffnentlichung, aber ich habe noch genügend Zeit, mir das zu überlegen….jetzt ist erstmal NIRGENDLAND dran!

Achja. Frohe Ostern euch!

Geschichten haben Jahresringe!

Eigentlich seltsam. Ich schreibe schon so lange, daß ich gar nicht mehr weiß, was ich eigentlich vorher mit den ganzen Geschichten gemacht habe, die in meinem Kopf wachsen. Vermutlich sind sie früher oder später sowieso in meinem Gesamtentwurf Juras Lurth aufgegangen…

….wie auch immer. Eigentlich heißt das ja auch, daß ich inzwischen bei weitem genügend Erfahrung mit dem Kreativ-Sein (ich verwende den zamonischen Begriff des ORMEN, nach der STADT DER TRÄUMENDEN BÜCHER) haben sollte, um zu wissen, wie das läuft: Nämlich so, wie es will. Wenn man dafür eigentlich grad keine Zeit hat. Und vor allem nicht so, WIE man Zeit hat, und schon gar nicht so, wie man MUSS.

Das Schreiben – und das Malen auch, im übrigen – ist, zumindest so, wie ich es erlebe, ein ausgesprochen’organischer‘ Prozess, der seinen eigenen Gesetzen und Gezeiten folgt. Mal keimt und sprudelt und blüht und knospt und rankt es, mal ist total tote Hose und Wüste angesagt.

Geschichten – und Bilder auch – haben Wachstumsphasen, da geht alles, und Reifungsphasen, da geht nix. Und jedes Mal ist das Bangen und Bibbern wieder da – wann geht’s denn endlich weiter? Geht es ÜBERHAUPT weiter? Das ist das Allerschlimmste daran…auch wenn es bisher noch immer weiterging, irgendwie, irgendwann. Nur hilft bis dahin kein Ziehen und Stoßen, Betteln und Fluchen, und Zwingen erst recht und vor allem nicht. Bisweilen fällt es mir frustrierend schwer, das zu akzeptieren, denn eigentlich bin ich ein unglaublich produktionssüchtiger Mensch…

Nun ja. Aber, Obacht: Wenn es dann nämlich weiter geht, ist einem auch noch lange nicht geholfen. Denn es keimt und knospt nicht der Reihe nach, wie man die Storyline entworfen hat, und nicht gleichmäßig, sonder mal hier ein bißchen, dann wieder da ein wenig, dann kommt vorn ein Trieb, und hinten stirbt zur gleichen Zeit ein Ast ab. Das Komische ist nur: Irgendwie findet es trotzdem irgendwann irgendwo zusammen, keine Ahnung, wie es das anstellt. Hinterher muss man also nochmal gründlichst drübergehen und den ‚Wildwuchs‘ beschneiden, der bei den Wachstumsphasen entstanden ist – sehr witzig, so hat man quasi ‚Jahresringe‘ in der Geschichte, und kann den Prozess noch einmal für sich nachvollziehen. So lernt man auch eine ganze Menge darüber, wie das kreative Uhrwerk bei einem persönlich tickt!

Soviel also zu -Gezeiten und kreativen Wachstumsphasen. Hab‘ ich übrigens schon von den WachstumsSCHMERZEN erzählt? Nein? Gut, dann verspreche ich, das im nächsten Eintrag nachzuholen…oh ja, Schmerzen SIND das manchmal….