Jónathan, Kind von Niemand

Sommer, Blumen, Sonnenschein 🙂 Draußen ist es brüllheiß, ich habe gestern meine vorerst letzte Klausur geschrieben und jetzt DREI wundervolle lange Wochen FREI.

Und die werde ich nutzen!!! Alles, was zu kurz gekommen ist, steht jetzt ganz oben auf der To Do-Liste (ist ja nicht so, daß man im Urlaub auf seinen Streß verzichten wollte…nein, wirklich, das wär ja undenkbar…).

An so ziemlich erster Stelle auf meiner persönlichen Prioritätenliste steht NIRGENDLAND – ich kann’s kaum erwarten, endlich mit dem Schreiben anzufangen. Ein paar Tage werde ich jetzt aber trotzdem erstmal ausspannen – meine Phantasie ist nämlich abgebrannt wie ’ne alte Wunderkerze vom ewigen Lernen. Staatsexamen-Prüfungsmarathon: Das übersteht nicht mal der kleinste Geistesblitz!

Eins geht aber trotzdem schonmal – die versprochene Vorstellung von Jónathan, Jónny, dem Helden von NIRGENDLAND (obwohl ‚Held‘ im Sinne klassischer fantasy nicht zutrifft – zum Glück….s.u.). Das Folgende ist aus dem Exposé, das ich vor Jahren an meine Verlegerin geschickt habe, um sie von mir zu überzeugen 😉

Jónathan wird in die Gemeinschaft des Sternstürmer-Horstes der Arkhalaéyi hineingeboren, die von menschlichem Aussehen sind, aber mit großen Federschwingen auf dem Rücken dem Himmel entgegenstreben, und einer wilden Mähne von Haar und Federn. Sie sind ein stolzes und wildes Volk, das die Sprache der Vögel versteht, aber sehr zurückgezogen in einem Inselreich lebt: Auf Ilúvien, einer milden, östlichen Landschaften voller Fliederwälder und Felsenschluchten in der weiten grünen See, im Sommer und Herbst von heftigen Gewitterstürmen heimgesucht.

Aber noch jemand lebt an den Küsten von Ilúvien – allerdings unter Wasser, nicht im Himmel darüber: Die Szycheí, ein Volk von Fischflüsterern und Meeraufhetzern. Eine Blutfeindschaft verbindet sie mit ‚denen von oben‘: Fische und Vögel können niemals Freunde sein.

 

Mitten darin macht sich Jónathan, groß, mit langen blonden Locken und grauen Augen, als Außenseiter aus: Nicht nur, daß er ein Mischblut ist;  er ist  auch sanftmütig und  eher schüchtern, so dass er mit Sicherheit nie ein Krieger sein wird; vor allem aber: Er kann seine Flügel kaum gebrauchen. Jónathan hat das Fliegen nie gelernt  – er ist ein wenig ungeschickt, und wohl auch ein bißchen zu dick.

Und so hat kommt es, wie viele ohnehin vermuteten: Er scheitert an seiner Bewährung, einer initiationsähnlichen Prüfung, in der sich die Halbwüchsigen den Rang des Erwachsenen im Horst erkämpfen: Er bekommt keinen eigenen Namen.

Und als Jónathan dann auch noch einer Szycheí, ehe sie von seinen Leuten getötet wird, kommt es zum Bruch mit dem Horst: Nimûhé, deren Gefährte von den Fischleuten ertränkt wurde, fordert seinen Tod zur Sühne, aber da er ‚ein Kind ohne Namen’ ist, entscheiden sich die Ältesten anders: Sie schreiben ihm die Bannrune ins Gesicht – Jónathan muss alles hinter sich lassen: Er wird ein Schatten für seine Leute, ein Niemand. Deshalb macht er sich auf, Neverlôr zu suchen, das Aschenland, um dort seine Schuld zu sühnen und seinen Namen wiederzufinden. Und so überquert er das Meer nach Nanas Lîn, zum Festland – im Traum auf einem Pfad aus Spiegelscherben.

So 🙂 das ist ja doch ein bißchen über eine bloße ‚Vorstellung‘ hinausgegangen; macht aber nix, denk ich: Ein bißchen ‚Trailer‘ ist ja auch nicht schlecht. Leseproben von jenseits des Spiegelpfades folgen, sobald die Textstellen fest geschrieben sind – vorher ist das immer ein bißchen so eine Sache. Und außerdem wäre da ja noch die Sache mit den Geistesblitzen und der Wunderkerze. Sobald sie wieder sprüht, geht’s los…


Und um ihnen ein bißchen auf die Sprünge zu helfen, gehe ich jetzt SILENT HILL gucken; und danach Desperate Housewives, sonst kann ich heut‘ Nacht nicht schlafen…schon komisch, ich MUSS einen gruseligen Film gucken, wenn ich ihn in die Finger kriege, OBWOHL ich weiß, daß dann nachts meine Phantasie Amok läuft…ein bißchen selbstzerstörerisch, nicht wahr *g*


In diesem Sinne: BOOOOOO!!!


                                                                                        Bis bald.

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