Beitrag im Tagungsband „Übergänge und Entgrenzungen in der Fantastik“

Im September 2012 habe ich an der 3. Jahrestagung der Gesellschaft für Fantastikforschung an der Universität Zürich teilgenommen. Mittlerweile ist der Tagungsband erschienen, unter dem gleichnamigen Titel „Übergänge und Entgrenzungen in der Fantastik“ – ein schöner Beitrag zur Fantastikforschung quer durch alle Medien, herausgegeben u.a. von Prof. Ingrid Tomkowiak im Lit Verlag.

Mein Beitrag findet sich dort auf Seite 157–170 unter dem Titel „Kuss, Erwachen, Chrysalis: Grenzen und Grenzüberschreitungen als Inszenierung des Phantastischen im Pen-and-Paper-Rollenspiel The World of Darkness.“ Der Abstrakt lautet:

„Grenzen und Grenzüberschreitungen sind ein Kernthema der Phantastischen Literatur. Beim Medium phantastisches Rollenspiel verhält es sich ganz ähnlich. Im phantastischen Rollenspiel-System The World of Darkness ermöglicht erst die Doppelung einer banalen Alltagswelt und einer verborgen existierenden magischen Welt die phantastische Begegnung: Die Konfrontation mit dem Übernatürlichen stellt das Präludium der eigentlichen Spielhandlung dar und thematisiert die Verwandlung des Spielercharakters vom gewöhnlichen Menschen in ein phantastisches Wesen, einen Magier, eine Fee oder einen Werwolf – das Erwachen eines magischen Erbes, von welchem der Träger bis zu seinem ‚Ausbruch‘ zumeist überhaupt nichts ahnte. Auch wenn er vielleicht schon immer ‚irgendwie anders‘ war als andere…

Diese Begegnung mit dem Phantastischen in ihm selbst stellt eine Erschütterung all dessen dar, was dem Betroffenen bis dahin bekannt und vertraut war – bis hinein ins eigene Ich. Sie hinterlässt daher oft tiefe Spuren und verursacht bisweilen großes Leid, von dem mancher sich nie mehr völlig erholt. Dieses Trauma der Verwandlung und seine Verarbeitung bleibt dann vielleicht ein dauerhaftes Motiv in der Erzählung. In jedem Fall eröffnet es aber den Spiel- und Handlungsraum. Auch nach dieser ersten großen Erschütterung bleiben die Grenzen zwischen der banalen und der phantastischen Welt dessen Leitmotiv – die Gratwanderung des Charakters zwischen menschlicher und übernatürlicher Gesellschaft.

Wer sich also für die Beziehung von Alltäglichem und Phantastischem in der World of Darkness interessiert, kann vielleicht etwas mit diesem Beitrag anfangen 🙂 

 

Advertisements

Lesung aus NIRGENDLAND auf der RatCon 2013

Ich freue mich, auch dieses Jahr wieder mit einer Lesung zur RatCon beitragen zu dürfen. Dieses Mal lese ich aus NIRGENDLAND, am Samstag 31.08.13, um 15:00 im Workshopraum B und freue mich über jeden, der kommt!

Zu meinem Roman NIRGENDLAND:

„Mhorín sagt: »Zieh eine Karte, Zauberer.«

Ich kenne diese Karte. Ich weiß, wohin sie führt. Ich weiß, dass ich dort nichts verloren habe, und womöglich alles …

Mhorín wirft den Kopf zurück, sie lacht, dann stößt sie mich über den Rand, und ich falle.

Ich frage mich, ob es das wert sein wird, aber ich habe keine Wahl: Das Truglicht ist ansteckend. Ich will nicht, dass es meinen Sohn befällt.

Der Sternenlichtschatten ist vorüber. Der Nachtschattenthron ist verwaist, und der Dunkle Fremde, der das Unglück über die Welt gebracht hat, ist verschwunden. Die Völker von Juras Lurth hoffen auf ein besseres Morgen.

Doch der grausame König hat ein düsteres Erbe hinterlassen …

 Ein großes Epos um Liebe und Verrat, um Flüche, Bestimmungen und die Suche nach dem Nirgendland, wo alle Antworten zu finden sein sollen … oder vielleicht auch der Tod.“

 

Alles Weitere findet Ihr auf der Webseite der Con: http://rat-con.de/wordpress/

Das wird ein Spaß 🙂

Interview mit mir auf LITERRA am 14.06.2013

Alisha Bionda vom Literaturforum LITERRA hat mir anlässlich der Veröffentlichung von NIRGENDLAND wieder einige sehr spannende Fragen gestellt, die ich natürlich gern beantwortet habe 🙂 Wer mag – hier entlang:

http://www.literra.info/interviews/interview.php?id=294&PHPSESSID=6625c1c233fba9e79fefee8d32cc7f29

NIRGENDLAND – Das Cover ist fertig!

Das Cover zu meinem neuen Roman NIRGENDLAND ist fertig – so sieht es aus:
Bild 2

Über das Cover freue ich mich diesmal ganz besonders, denn das Bild, stammt von mir – es hat den Titel ‚Dem Irrlicht nach bis zu den Spiegelgärten‘, und natürlich hat es ganz viel mit der Geschichte zu tun, die NIRGENDLAND erzählt.
NIRGENDLAND ist mein allererstes ganz eigenes Romanprojekt – und ich habe ziemlich lange dran geschrieben. Genaueres dazu auf meiner webseite unter http://laurafloeter.de/elfenbeinturm.html
Für den eiligen Leser hier schon einmal der Klappentext:

Mhorín sagt: »Zieh eine Karte, Zauberer.«
Ich ziehe, ich drehe sie um, ich schaue sie an. Ich spiele sie.
Sie ist: DER FLUSS.
Ich kenne diese Karte. Ich weiß, wohin sie führt. Ich weiß, dass ich dort nichts verloren habe, und womöglich alles …
Mhorín wirft den Kopf zurück, sie lacht, dann stößt sie mich über den Rand, und ich falle.
Ich frage mich, ob es das wert sein wird, aber ich habe keine Wahl: Das Irr-Licht ist ansteckend. Ich will nicht, dass es meinen Sohn befällt.

Der Sternenlichtschatten ist vorüber. Der Nachtschattenthron ist verwaist, und der Dunkle Fremde, der das Unglück über die Welt gebracht hat, ist verschwunden. Menschen, Geflügelte, Unsterbliche und andere Völker hoffen auf ein besseres Morgen.
Doch der grausame König hat ein düsteres Erbe hinterlassen …

Ein großes Epos um Liebe und Verrat, um Flüche, Bestimmungen und die Suche nach dem Nirgendland, wo alle Antworten zu finden sein sollen … oder vielleicht auch der Tod.

Vor etwa einer Woche habe ich das Manuskript aus der Redaktion zurückbekommen, der Text bekommt jetzt also seinen Feinschliff. Das ist noch ein wenig Arbeit, aber es soll schließlich alles perfekt sein! Wer also märchenhafte und vielleicht eher düstere Phantastik mag und eine poetische Sprache schätzt, könnte NIRGENDLAND mögen!