Ein zweites Bild zum Roman…

Meine neueste Arbeit, frisch fotografiert und gerade trocken:

Bild

Dieses Bild habe ich für eine Freundin gemalt – es ist bloss 30 x 40 cm groß, für mich also fast Briefmarkengröße 🙂 Sie hat sich ein Bild zum Prolog von meinem Roman NIRGENDLAND gewünscht, und auch zu der Stelle in der Handlung, an welcher der Protagonist Jeónathar auf den Spuren seines Vaters an den Unterweltfluss gelangt und dort auf die ANATHEMA trifft, denen der Übergang ins Jenseits verwehrt ist, weil sie eine Schuld auf sich geladen haben. Diese versuchen sie dort am Fluss abzuwaschen. Als sie Jeó bemerken, ist dieser natürlich plötzlich wesentlich interessanter als ihr eigentliches Anliegen….^^

Im Hintergrund zu sehen ist das SPIEGELSCHLOSS, ein magischer Ort, der aus Lügen besteht, und links und rechts davon die Irrlilien, bösartige Blumen, die den Wanderer in die Irre locken und versuchen, ihm seine Seele wegzunehmen.

Abgesehen von dieser Geschichte besteht das Bild nur aus Acryl und verschiedenen Materialien 🙂

 

‚Spiegel-Bilder‘ im Kulturfenster Essen

„Wie oft bist du die Irrlichtfährte schon gegangen, Lîskith,“ fragte Líl-Laë kaum hörbar.
„Oft.“
„Und hast du das Spiegeltor gesehen?“
„Ja. Viele Male.“
„Aber du bist zurückgekommen.“
Er schaute sie an, reglos, aber sie meinte trotzdem, die Spiegelsplitter bewegten sich in seinem linken Auge.
„Ich bin der einzige, der kommen und gehen kann, wie es ihm beliebt.“

aus Laura Flöter: Nirgendland. Fabylon 2013

Meine Bilder stehen oft in einer engen Verbindung mit meinen Texten. Schreiben ist für mich wie Bilder malen, nur mit Worten – und Malen ist wie Geschichten schrieben, nur mit Farben. So vervollständigen sich bei mir das Malen und das Schreiben gegenseitig. Kaum einmal steht ein Text außerhalb von Bildern, ein Bild außerhalb eines Textes. Ich kann mir nicht vorstellen, auf eine andre Art zu arbeiten.
So kommt es zu engen Verflechtungen. Ein Motiv, das meine Geschichten und meine Bilder durchzieht, ist Glas – in meinen Malereien erscheint es als Material, als Folie, Murmeln oder Spiegelscherben. In meinen Geschichten ist Glas, Spiegel insbesondere, oft Medium zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt.
Der Spiegel, der einfach wiedergibt oder unendlich vervielfacht, hat für mich vor allem die Bedeutung von Doppelgängertum, Offenbarung und Selbst-/Erkenntnis – Aspekte des Motivs, die in einem Verhältnis des (unauflösbaren?) Widerspruchs stehen.
Viele meiner Arbeiten führen dann auch Titel, die darauf verweisen – der Spiegel (das Spiegel?) als rätselhaftes Gegenüber. So verweist er auch auf den Bereich des Magisch-Phantastischen und Surrealen, das mein wichtigster künstlerischer Bezugspunkt ist. Meinen Arbeiten haftet so oft etwas düster Märchenhaftes an, das den Betrachter einlädt, ihn auf diese ‚Spiegelfahrten‘ mitzunehmen.

Meine Ausstellung auf der Webseite des Kulturfensters:
http://www.essen.de/de/Kultur_und_Bildung/Institutionen_1/Kulturbuero_1/Kulturfenster_1/kulturfenster_03_04__06_04_2013.html

Die Ausstellung ‚Spiegel-Bilder‘ durfte ich im Rahmen des KULTURFENSTERS in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Essen realisieren, worüber ich mich sehr freue. Da das Kulturfenster mit meiner Ausstellung erstmalig im Generationen-Kult-Haus in der Essener Fußgängerzone stattfindet und nicht mehr, wie in den zehn Jahren zuvor, in der Mayerschen Buchhandlung am Marktplatz, gab es anlässlich der Eröffnung eine kleine Pressekonferenz. Den Artikel des LOKALKOMPASS‘ findet ihr unter:
http://www.lokalkompass.de/essen-steele/kultur/nordcity-kulturfenster-jetzt-im-geku-haus-d277039.html

Und LOKALFIEBER-TV hat sogar einen kleinen YouTube-Spot gedreht:

Wer also Zeit und Lust hat, ist herzlich eingeladen, sich das neue und jetzt im wahrsten Sinne des Wortes Kultur’fenster‘ anzuschauen!
Als ersten Eindruck hier ein paar Fotos vorab.

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Das Kultur’fenster‘ ist jetzt mehr ein Kultur’schau-fenster‘ und macht seinem Namen alle Ehre…

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NIRGENDLAND – Das Cover ist fertig!

Das Cover zu meinem neuen Roman NIRGENDLAND ist fertig – so sieht es aus:
Bild 2

Über das Cover freue ich mich diesmal ganz besonders, denn das Bild, stammt von mir – es hat den Titel ‚Dem Irrlicht nach bis zu den Spiegelgärten‘, und natürlich hat es ganz viel mit der Geschichte zu tun, die NIRGENDLAND erzählt.
NIRGENDLAND ist mein allererstes ganz eigenes Romanprojekt – und ich habe ziemlich lange dran geschrieben. Genaueres dazu auf meiner webseite unter http://laurafloeter.de/elfenbeinturm.html
Für den eiligen Leser hier schon einmal der Klappentext:

Mhorín sagt: »Zieh eine Karte, Zauberer.«
Ich ziehe, ich drehe sie um, ich schaue sie an. Ich spiele sie.
Sie ist: DER FLUSS.
Ich kenne diese Karte. Ich weiß, wohin sie führt. Ich weiß, dass ich dort nichts verloren habe, und womöglich alles …
Mhorín wirft den Kopf zurück, sie lacht, dann stößt sie mich über den Rand, und ich falle.
Ich frage mich, ob es das wert sein wird, aber ich habe keine Wahl: Das Irr-Licht ist ansteckend. Ich will nicht, dass es meinen Sohn befällt.

Der Sternenlichtschatten ist vorüber. Der Nachtschattenthron ist verwaist, und der Dunkle Fremde, der das Unglück über die Welt gebracht hat, ist verschwunden. Menschen, Geflügelte, Unsterbliche und andere Völker hoffen auf ein besseres Morgen.
Doch der grausame König hat ein düsteres Erbe hinterlassen …

Ein großes Epos um Liebe und Verrat, um Flüche, Bestimmungen und die Suche nach dem Nirgendland, wo alle Antworten zu finden sein sollen … oder vielleicht auch der Tod.

Vor etwa einer Woche habe ich das Manuskript aus der Redaktion zurückbekommen, der Text bekommt jetzt also seinen Feinschliff. Das ist noch ein wenig Arbeit, aber es soll schließlich alles perfekt sein! Wer also märchenhafte und vielleicht eher düstere Phantastik mag und eine poetische Sprache schätzt, könnte NIRGENDLAND mögen!