NIRGENDLAND – wie es wurde, was es ist

Das Manuskript von NIRGENDLAND liegt inzwischen beim Verlag. Es wird sicherlich einige Zeit dauern, bis die Durchsicht soweit ist – NIRGENDLAND wird sicherlich doppelt so lang sein wie der ENGELSEHER. Das ist nicht meine Schuld – ich habe einfach umgesetzt, was ich in der Schreibwerkstatt gelernt habe: „Schreib, was du schreiben musst!“ Das hab ich mir zu Herzen genommen 😉

Ich bin gespannt, wie es Anklang findet….Und solange habe ich ja Zeit zu tun, was ich eigentlich schon länger machen wollte, aber irgendwie immer wieder verschoben habe: aufschreiben, wie es überhaupt zu NIRGENDLAND kam. Wie sich die Geschichte entwickelt hat, und was die erste Idee war. Das hole ich jetzt nach.

Angefangen hat alles ziemlich genau vor zehn Jahren – 2001 war ich im Sommerurlaub, und dort hatte ich die Idee zu JURAS LURTH, der phantastischen Welt, in der NIRGENDLAND spielt, und zu dem dazugehörigen Universum, von dem auch der ENGELSEHER heute ein Teil ist. Die allererste Idee, die ich hatte, war, dass es ein Pantheon aus sieben Göttern geben sollte – sieben zumindest aus der Perspektive der menschlichen Völker 😉 Ich schrieb die ersten Ideen, Namen und kosmischen Gesetze in eine rote Kladde, die habe ich auch heute noch. Allerdings benutze ich sie nicht mehr – denn nach und nach kam alles Mögliche dazu , und es wurde zu viel und zu unübersichtlich. Also legte ich ein Textdokument an – und das umfaßt heute annähernd 100 Seiten! Aber es ist noch lange nicht fertig, denn mit jeder Geschichte, die ich schreibe, kommt ein Mosaiksteinchen dazu. Ich notiere alles sehr sorgfältig! Die Logik und Konsequenz einer phantastischen Welt ist mir persönlich sehr wichtig.

So war die Welt also geboren – fehlte noch die Geschichte. Ich habe das Glück, mit einer sehr produktiven und phantasievollen Rollenspielrunde zu spielen, die sich in einer etwas anderen Konstellation schon damals traf. Zu dieser Zeit spielten wir eine epische Kampagne um die Rückkehr eines alten und mächtigen Vampirs – diese Geschichte, noch heute bei einem guten Glas Wein gerne zitiert und als „die Laescar-Kampagne“ in die Annalen unserer Rollenspielchronik eingegangen (sowohl in- wie out-time), entwickelte sich zu einer Art mythologischem Hintergrund für Juras Lurth.

Überall in NIRGENDLAND finden sich Anspielungen darauf – natürlich so verändert dass es zu Juras Lurth passt, und nicht mehr zu der Rollenspielwelt, aus welcher der Stoff ursprünglich stammte. Das hat Juras Lurth sehr viel Farbe und ‚Dichte‘ verliehen – abgesehen davon, dass es eines der großartigsten Abenteuer war, die ich je gespielt habe. So ist also unser Rollenspiel mit in die Geschichte eingeflossen – und wurde zu einer Seiten langen Chronik von Juras Lurth. Das Manuskript zum „Siebten Zeitalter“, unter diesem Namen habe ich die Laescar-Kampagne für meine Welt adaptiert, liegt in meiner Schublade – vielleicht werde ich es eines Tages schreiben. Das wird dann allerdings ein Mehrteiler, glaube ich….

 

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