Vernissage von DÄMMERWELTEN am Sonntag, 10.04.2011

Am Sonntag fand die Vernissage von Lichtspiel – Schattenspiel I: Dämmerwelten statt. Der Aufbau war unkompliziert, das Konzept hatten Ute und ich ja schon lange fertig, und über die Verteilung der Aufgaben waren wir uns auch rasch einig gewesen. Am Sonntag war es dann soweit: Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen eröffnete Prof. Jörg Eberhard unsere Ausstellung mit einer gelungenen Rede, die unsere Gemeinsamkeiten in der künstlerischen Vision, aber auch unsere Unterschiede thematisierte. Einige Sätze haben wir festgehalten, um sie als Charakterisierung unseres gemeinsamen künstlerischen Projektes aufzubewahren. Sie lauteten sinngemäß etwa:

„Ute und Laura sind sich darin so ähnlich, dass sie beide sehr stark auf Literatur reagieren – Ute defensiv, Laura offensiv. Ute verwandelt literarische Vorlagen in Bilder und bringt die Texte so gewissermaßen „zum Schweigen.“ Lauras Bilder dagegen wollen erzählt werden – sie bringt Materialien zum Sprechen. Deshalb verstehen die beiden sich wohl so gut, weil sie das Gleiche auf unterschiedliche Art tun. Und nun lade ich Sie dazu ein, sich auf diese erzählten Welten einzulassen.“

Ich halte diese Schilderung für ausgesprochen zutreffend – und auch für eine gute Einführung von Außenstehenden in unsere Arbeiten. Die Resonanz auf Prof. Eberhards Rede war wieder sehr positiv – immer wieder erzählen mir Besucher, wie wichtig eine Hinführung „von Profihand“ gerade für diejenigen ist, die im Alltag mit Kunst nicht SO viel zu schaffen haben, insbesondere, wenn es nicht gerade um „Rheinlandschaft auf Bütten“ geht.

Ich für meinen Teil wurde dieses Mal sehr intensiv zu meinen Arbeiten gefragt, um Deutungsmöglichkeiten, Erklärungen und Schilderung des Entstehungsprozesses gebeten – das schmeichelt der Künstlerseele natürlich sehr 😉 Über nichts spricht ein Künstler lieber als über sich, seine Arbeiten und seine Weltsicht. Insgesamt also eine sehr, sehr schöne „offizielle“ Eröffnung von Utes und meinem Kunstprojekt. Darin waren wir uns auch einig: „Das machen wir nochmal!“