Lichtspiel-Schattenspiel I: Dämmerwelten

Es ist tatsächlich soweit – der Auftakt des künstlerischen Projektes, das ich zusammen mit Ute Schätzmüller verfolge, steht kurz vor der Verwirklichung: Das ATELIER IM FRONHOF, in welchem ich im letzten Jahr bereits meine Debüt-Ausstellung realisieren durfte, gibt uns die Möglichkeit, den PROLOG: DÄMMERWELTEN umzusetzen. Die Vernissage soll aller wahrscheinlichkeit nach im März oder April 2011 stattfinden. Wir bedanken uns jetzt schon herzlich dafür!

Natürlich steht jetzt jede Menge an – ein Konzept haben Ute und ich ja bereits, jetzt heißt es nur: machen! Sie wird wahrscheinlich einige kleinere Malereien zeigen sowie ihre Lithographien. Ich habe ebenfalls einige neue Bilder fertig, von denen ich etwas zeigen möchte – vor allem aber eine neue Skulptur: „Was aus den toten Träumen wird“ – ein bissiges Ungeheuer aus Scherben und Nägeln: Meine Freunde nennen sie liebevoll „Freddy Kruegers Zimmerpflanze“!

Und dann wären da noch meine „malerischen Graphiken“, die ich zwar gern vorstellen würde – die aber immer noch nicht so sind, wie ich sie mir vorstelle. Die bisher fertigen „Prototypen“ sind zwar ganz nett, aber noch nicht das Wahre – nach einem weiteren Termin bei Chefmuse Mellie habe ich jetzt ein paar Ideen, die ich ausprobieren möchte. Sie haben mit Stoff zu tun – und Dreck. Mal gucken, was daraus wird ^^ Denn eigentlich hatten Ute und ich uns darauf geeinigt, in Lichtspiel-Schattenspiel mit Papier zu arbeiten…naja, wie das halt immer so ist mit der Kunst, die macht sowieso, was sie will. Man hat da selten mitzureden, wenn sich die eigenen Ideen entwickeln….

Das Hauptproblem ist die Rahmung – ich kann die Aquarelle nicht lassen, wie sie sind, dazu sind sie einfach zu fragil (Papier ist ja SO was von sensibel…). Und: Irgendwie hat sich in der Öffentlichkeit die Meinung festgewurzelt, dass nur ein Bild, das einen Rahmen hat, ein Bild ist. Blöd nur: Ich kann Rahmen eigentlich nicht ausstehen. Insbesondere, wenn der Rahmen auch noch laut herausschreit: „Platz da, ich bin der Rahmen!“ Rahmen „zähmen“ ein Bild – der künstlerische Akt, in dessen Wirkbereich vorübegehend alle Gesetze, nach denen Normalmensch so lebt, außer Kraft gesetzt sind, muss umzäunt und eingegrenzt werden, nicht, dass das produktive Chaos am Ende übergreift und die eigene spießbürgerliche Idylle auf den Kopft stellt….

Aber, sehen wir den Dingen ins Auge: In irgendeiner Weise gerahmte Bilder verkaufen sich einfach besser. Niemand haut gerne 25 Nägel in die Wand, bloss um einen Leinwandteppich voller Kunst daran zu fixieren. Die Problematik ist also da…und schreit nach einer Lösung.  Nun ist guter Rat teuer: Wie das spießbürgerliche Kunstverständnis austricksen und um den Rahmen rumkommen, ohne hinterher ohne Rahmen dazustehen? Man sieht es – ich werde mir schwer was einfallen lassen müssen….

                                                           In diesem Sinne – so long!

P.S. Ach ja – „Der Engelseher“ ist übrigens endgültig flügge geworden ^^ Ich hatte, wie man so schön sagt, endlich „den Durchbruch“ – das Feeling für die Figuren, für die Welt, und die richtigen Worte finden von allein dazu. Tippe hurtig den Entwicklungen hinterher….Also: Läuft!

22.02.2011 – NACHTRAG: Die Vernissage von DÄMMERWELTEN ist für den 10. April angesetzt worden. Eine Einladung im PDF-Format sowie die exakten Angaben zur Eröffnung etc. werden sich demnächst auf meiner HP finden lassen – vielleicht stelle ich auch noch einen „Zwischenbericht“ hier ein, z.B. wie sich das Problem mit den Rahmen für meine Aquarelle entwickelt hat….

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