NIRGENDLAND – under construction!

Seit einer Woche bin ich jetzt dabei – ich habe mit der Überarbeitung von NIRGENDLAND begonnen.Der Tunnelblick ist (hoffentlich) soweit abgeschaltet, dafür treten Zusammenhänge klarer hervor, der Text gliedert sich von selbst in Rahmen- und Binnenhandlungen, einzelne Erzählstränge werden deutlicher. Klingt soweit gut. Das heißt aber eigentlich: nochmal ein Haufen Arbeit!

Den Text an sich glätten, Fehlerjagd betreiben, Logik-Knoten aufdröseln, Handlungsfäden noch enger verknüpfen, Motive untereinander verbinden und verstärken, nebenbei auf Rechtschreibung und überzählige Leerzeichen achten – und dabei merken, wie der Text immer runder und in sich geschlossener wird. Welche Textstellen gelungen sind. Was funktioniert. ODER eben: NICHT funktioniert, und warum (das ist zumindest der Plan). Dreißig Seiten habe ich mir für jeden Tag vorgenommen – das klingt nicht viel, ist es aber. Mitte/Ende September möcht ich fertig sein, dann geht es in die Redaktion – ich werde es dann sicherlich noch einmal zurückbekommen, denn einige Stellen werde ich noch nicht fertig ausarbeiten können – weil ich mir nicht sicher bin, ob dort im Text dann noch eine Vertiefung nötig wäre, eine Änderung oder eine alternative Handlungsentwicklung. Für sowas hat man die hilfreiche Verlegerin 🙂 In meinem Falle ist sie sogar SEHR hilfreich. Keine Frage, die man nicht stellen darf, keine hunderttausendste Änderung, die nicht abgesegnet wird, und immer mit Rat und Tat dabei. Das ist unglaublich luxuriös – und ich bin ziemlich sicher, dass mir das kein Großverlag bieten könnte, wo die Zeit knapp und die Publikationspläne für Jahre im Voraus wöchtentlich getaktet sind.

Gute sieben Stunden sitze ich jetzt also täglich daran, wenn alles glatt geht. Und das geht es eben nicht immer. Man merkt nämlich vor allen Dingen, wo man geschummelt hat. Leider ist es wirklich so: Was einem bisher nicht eingefallen ist, ist auch jetzt nicht wie durch Zauberhand plötzlich da. Ich merke und sitze an den gleichen Stellen, an denen ich vorher schon herumgeschraubt habe, und schraube immer noch. Naja – da muß man wohl durch. Wenn’s hilft….muss man eben doch stupide „plotten“ und einfach die Fäden so verstricken, dass sie möglichst viel Sinn ergeben. Na dann…