A Nightmare on Elm Street: The Final Encounter

Rezensionen schreiben ist ja eigentlich nicht so meine Sache, aber hierfür mache ich eine Ausnahme.

Ich war gestern Abend im Kino und wurde Zeugin, wie Freddy Krueger sich durch eine Teenie-Clique schlachtete – eine blonder, sexier und amerikanischer als der andere, mit Ausnahme der überlebenden Hauptfiguren, die wirklich gelungen waren: glaubwürdig das, was das amerikanische Clichée schon ‚Freak‘ nennen würde, weit entfernt von Ken-und-Barbie-Plastikpüppchen. Daumen hoch! 

Was ich ein wenig vermißte, waren Freddys rabenschwarze Sarkasmen bei der Verrichtung seines blutigen Handwerks – für gewöhnlich, in den alten Filmen, verleiht er seiner Arbeit damit ja eine geradezu humoristisch-künstlerische Note, die ihn wirklich zu meiner Lieblings-Horrorfigur macht. Einige Sprüche waren zwar dabei; mein Top: „Reingefallen!“ – bevor er Chris (blondes Barbie-Püppchen) den Garaus macht. Auch: „Wach auf. Du blutest.“ ist nicht unlustig. Gleichwohl ergibt sich daraus aber trotzdem nicht der insgesamt komische Unterton, der durch die alten Freddy-Filme klingt.

Während des Filmes kam ich also nicht umhin, ein gewisses Mitgefühl für die Opfer zu entwickeln, obwohl ja Freddy schon mein erklärter Held war – ich wollte ja hauptsächlich IHN sehen, nicht die Opfer. Wie auch immer, letztlich hat er sie alle gekriegt – und ich frage mich, was ICH an deren Stelle gemacht hätte, um Freddy loszuwerden. Klar – in den Klassikern heißt die Wunderdroge ‚Hypnocil‘ – keine Träume, kein Freddy. Punktum.

Ich glaube aber, ich habe eine noch bessere Idee: Das Traumfresserchen! Eine Schöpfung Michael Endes, die sich von schlechten Träumen ernährt…nun, Freddy IST ein schlechter Traum, wenn es denn welche gibt. Also: Vor dem Schlafengehen das Traumfresserchen-Lied singen. Und das geht so:

„Traumfresserchen, Traumfresserchen!

Komm mit dem Hornmesserchen!
Komm mit dem Glasgäbelchen!
Sperr auf dein Schnapp-Schnäbelchen!
Träume, die schrecken das Kind,
die lass dir schmecken geschwind!
Aber die schönen, die guten sind mein,
drum lass sie sein!“

Die ganze Geschichte um dieses drollige Kerlchen empfehle ich wärmstens nachzulesen bei Michael Ende: Das Traumfresserchen – wirklich eine ganz wundervolle Erzählung für alle, die nicht schlafen können.

Also. Schlafengehen und abwarten. Vielleicht noch Ketch-up bereitstellen, falls das Traumfresserchen modernere Sitten angenommen hat. Und falls Freddy dann wirklich auftaucht, zurücklehnen und zugucken: Er wird eine böse Überraschung erleben! Guten Appetit!

                    Also, Freddy, in diesem Sinne: Nine, ten – (better) never sleep again!

Ein Gedanke zu „A Nightmare on Elm Street: The Final Encounter

  1. Puh…da bin ich ja nochmal drum rumgekommen…
    Freddy hätte mich ganz sicher besucht wenn ich mir den Film angetan hätte. ich fürchte ich bin einfach ein erbärmliches Weichei.
    Jaja. Reib schon Salz in die Wunde ;P

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